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Weil es mich täglich betrifft, weil ich Freunde habe, die betroffen sind, weil ich sehr aktiv bin, weil meine Frau immer in Sorge um mich ist und weil ich glaube, dass das allumfassende Präsent sein erst am Anfang steht, sehe ich ein große und wahre Aussage im Interview mit Kathleen Culver.
Ich möchte die folgende Aussage einfach zum Nachdenken hier ablegen, mehr oder weniger Wertefrei - aber ich weiß, dass jede Maschine und jeder Mensch ab und an eine Auszeit brauchen - ansonsten verkürzt sich die Laufzeit oder der Verschleiß steigt exponential. Zeit für Familie, Zeit für Alternativen zum Job und Zeit für Alternativen zum Netz sind wichtig und sollten bewahrt werden.
Das Problem mit all den Interaktionsmöglichkeiten ist, dass man den Wunsch verspürt, immer überall zu antworten. und zwar nicht nur während der Arbeitszeit, sondern rund um die Uhr. Man ist immer erreichbar. ... Wir verlieren unsere Auszeiten. Wir nutzen den Blackberry beim Abendbrot, senden ständig Tweets. Die Zeit, in der wir früher Sudoku oder Tennis spielten, verbringen wir im Netz. Wir nehmen Arbeitsprobleme aus dem Unternehmen mit nach Hause und lassen uns ständig damit konfrontieren. ... Die größte Herausforderung dürfte der Burnout werden.
Experts warn of the dark side of Enterprise 2.0
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24. Juni 2010 um 13:14
...ich hab seit mehr als 3 Jahren kein Handy mehr...und das ist auch gut so. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Auch der Burnout geht wieder vorbei und nach circa 6 Monaten auch die damit verbundenen Panikattaken. Dann irgendwann hat man gelernt, dass Selektive-Ignoranz auch ein Selbstschutz ist. Einfach mal auf alles sch**ssen ist urgesund. In diesem Sinne...
24. Juni 2010 um 13:15
Immer erreichbar sein zu KÖNNEN heißt noch lange nicht immer erreichbar sein zu MÜSSEN. Mein Handy ist nachts sogar aus.
24. Juni 2010 um 13:32
Ich habe eine feste Regel, die jeder, der mich kennt, ebenfalls weiß: Nach 20 Uhr keine Geschäftlichen Anrufe mehr, nach 22 Uhr keine Privaten anrufe mehr. Und beim Essen ist das Handy grundsätzlich lautlos und nicht in Griffweite.
24. Juni 2010 um 15:15
Ich probiere am Sonntag grundsätzlich den Rechner aus zu lassen. Dabei lege ich dann Wert auf analoge Freunde und so. Ist zwar nicht leicht, aber oft der espannteste Tag der Woche…
24. Juni 2010 um 16:26
Ja das glaube ich auch.
Manche werden hektisch, nervös, wenn sie nicht zu Twitter kommen.
Mein Kollege, der täglich mit mir denselben Weg geht, redet nichts mehr mit mir, seitdem er iPhone hat und damit gleich im Gehen auf facebbok vorbeischauen *muss* (!).
Der Suchfaktor führt ins aus - das liegt aber nicht am Medium, sondern an den Leuten.
24. Juni 2010 um 20:11
Mein Handy ist immer an,aber ich kann es gut zuhause lassen,wenn wir auf Besuch gehen. Und ich habe ein Hobby,das verschönert mein Leben. Ich züchte und liebe Katzen,und man weiss,das Katzen sehr beruhigend für die Nerven sind! Man kann Sie streicheln und vergisst ganz nebenbei das Handy!
24. Juni 2010 um 21:13
Wie wahr. Und damit geht es mit den Smartphones und Tablet-PCs erst noch richtig los. Man muss sich da selbst disziplinieren und zu Auszeiten alles lautlos und offline schalten. So eine Art zeitgesteuerter Selbstschutz. Wenn hier bei uns der Internet-Anschluss mal wieder einen Tag lang gestört ist, ist das manchmal gar nicht so schlimm.
24. Juni 2010 um 22:42
Toll, dass Du sowas postest! Ich habe mein Facebook-Konto gelöscht. Mein Twitter-Account ist nie richtig in die Gänge gekommen. Ein Samrthpone besitze ich nicht, mein Nokia ist dick wie eine Zigarettenschachtel. Dennoch kenne ich den Sog der Verfügbarkeit, daher habe ich eine neue Regel für meine Frau und mich eingeführt: Sobald ich von der Arbeit nach Hause komme, bleiben die Laptopdeckel geschlossen. Aus, nix, nada, bis zum nächsten Morgen im Büro. Tut gut!
25. Juni 2010 um 04:56
Das immer zu so allgemein gesprochen wird oder gar verallgemeinert wird, das stört mich persönlich immer noch mitunter. Denn ich bin davon nicht betroffen, da ich schlicht weg nicht mitmache bei dieser "Ich-muss-immer-online-sein-Welt"!
Von daher kenne ich das Problem zwar, bin aber selber nicht betroffen.
25. Juni 2010 um 09:04
Das richtige Rechtschreib-Plugin zu finden ist schon eine richtige Herausvorderung, äh Herausforderung : )
25. Juni 2010 um 09:45
Absolut richtig. Und es ist gut, wenn man sich das selber immer einmal wieder vor Augen führt. Denn die Grenzen von der Unmotiviertheit zum "Burn-Out" sind fließend. Ich selber weiß, wie viel Spaß mir meine Arbeit macht und wie gerne ich sie mache. Allerdings hat man als Selbständiger immer auch das Problem, dass man 24h privat und im Geschäft ist. Meine zwei Kinder, die Familie und viele Freunde lenken mich viel ab und dennoch ist man mit dem Kopf oft bei der Arbeit. Aktuelle Projekte, die brenne. Eigene, offene Baustellen, die man schon lange angehen möchte. Und und und... wie gut, wenn man dann jemanden hat, der einem ab und zu auf die Finger klopft
25. Juni 2010 um 10:54
@Fritz: peinlich
- danke
25. Juni 2010 um 12:16
Tja das ist halt der Preis den wir in einer Leistungsgesellschaft wie Deutschland zahlen müssen. Wir wollen somit nicht nur mehr im Job präsent sein, sondern auch noch im Privatleben. Vielleicht sollte man sich ab und an einfach mal eine Auszeit vom PC nehmen und mal wieder Raus gehen...besonders komisch finde ich Menschen die sogar im URLAUB ihre Geschäfte weiter verfolgen...Lasst Arbeit, Arbeit sein!
25. Juni 2010 um 20:03
Ein Grund warum ich kein internetfähiges Handy habe. Ein Grund warum ich froh darüber bin das mein Blog nur 40 Besucher am Tag hat. Ein Grund warum ich manches (lieber) nur für mich mache.
Ich bin mittlerweile so entspannt, dass mich nicht einmal Rechtschreibfehler stören
25. Juni 2010 um 23:31
Wie viel wahres in der Aussage steckt. Ich muss zugeben, dass ich sehr lange ebenfalls so gelebt habe. Ständig erreichbar, immer irgendwie aktiv im Netz usw. Mittlerweile ist das Handy nur noch Zierde bzw. für meinen Sohn und Freundin ansonsten hat keiner die Nummer und seit dem ich ICQ und Communitys abgeschafft und nur noch meinen Blog habe, fühlt man sich irgendwie freier und entspannter.
Na gut Twitter hab ich eh nie verstanden.
26. Juni 2010 um 06:56
Bei Facebook war ich nur zwei Wochen, Twitter finde ich eine furchtbare Verhackstückung von Sprache und am Wochende guck ich nur mal kurz nach den Mails.
Immer nur in etwas reingucken oder reinhören lässt einen zum Autisten der restlichen Welt gegenüber werden.
26. Juni 2010 um 18:45
Auch wenn die Gesellschaft in Form von Freunden, Bekannten und Menschen aus der Arbeit hier bereits einen enormen Druck zur 100% Erreichbarkeit aufbaut, sollte dennoch jeder für sich selbst so stark sein um auch "Nein" zum online sein zu sagen. Man merkt schnell wie schön es sein kann sein Handy abzuschalten und verpassen tut man doch auch nix um mal ehrlich zu sein. Mut zum offline sein
....dennoch sehr beängstigend! -->"Die größte Herausforderung dürfte der Burnout werden."
27. Juni 2010 um 15:49
@Ralf: du merkst ja an mir, dass ich noch immer so entspannt bin, dass ich Rechtschreibfehler mache
, trotz mehr als 40 Besucher
27. Juni 2010 um 20:59
ich kann weder Emails nur 1x pro Woch lesen, (naja kann ich schon, aber dann hätt ich keine Kunden, muss wohl auch sog. Social Networken --aber 1x pro Monat bin ich mal weg... mein Handy kann auch nicht ins Internet, das mag ich nicht,
28. Juni 2010 um 09:31
Ich kann "marc" nur zustimmen - habe derzeit einen Hackerangriff und magelnde Englisch-Kenntnisse, wie keine Zeit.
(Wer kann mir helfen - egal in welcher Form)
Grüße an alle!
wega
28. Juni 2010 um 14:49
Wenn das Haus bezahlt und genügend zur Altersvorsorge beiseite gelegt ist, kann man sich diesem Druck bequem entziehen. Noch einfacher ist es, wenn man angestellt ist, dann kann man ganz einfach die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen, das "dienstliche" Handy wird ausgeschaltet. Im Urlaub macht ein anderer die Arbeit mit.
Wenn ich mich gerade selbstständig gemacht habe, ist jeder entgangene Auftrag ein Problem.
Es ist eine Frage der Lebenssituation, ob ich mich diesen Anforderungen der ständigen Erreichbarkeit stelle (-n muss) oder nicht. Ich gehe ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr ans Telefon, sonntags auch nicht, aber wenn das ein anderer tut, wird er seine Gründe haben.
Social Networks und Twitter habe ich von Anfang an links liegen gelassen, und ich freue mich immer wieder, wenn andere davon berichten, dass sie Ihre Facebook- und Twitter-Accounts gelöscht haben, das gibt mir das Gefühl, dass ich da nix verpasst habe
28. Juni 2010 um 15:17
@ Werner G. Gaede (wega): Schau mal im WordPress-Deutschland-Forum vorbei und schildere dort dein Anliegen. Dort solltest du Hilfe bekommen.
29. Juni 2010 um 14:35
Mal was anderes: Ich bin nun auch flattr-haft und hab das mal hier probiert. Hab also hier in aller Öffentlichkeit mit Herrn Bueltge ge-flattr-t....
29. Juni 2010 um 18:43
@GE: Es kommt wohl ganz darauf an wie und warum man sich selbstständig macht.
Tust du es weil du Chefs und Kollegen blöd findest und der Meinung bist man könne als Selbstständiger wesentlich mehr verdienen, du dich dann auch noch obendrein in einem bereich selbstständig machst in dem eh schon starker Konkurrenzdruck besteht, dann wirst du bestimmt bald völlig ausgebrannt umfallen.
Machst du dich allerdings selbstständig weil das was du machst absolut das ist was du machen willst, nicht nur beruflich, sondern auch in deiner Freizeit (Hobby zum Beruf machen), wenn du es für dich nicht nur Passion, sondern die völlige Erfüllung ist, du es also nicht nur des Geldes wegen machst, dann sieht die Sache anders aus.
Da du es nicht des Geldes wegen machst, kannst du den einen oder anderen Auftrag auch mal sausen lassen. Und wenn du es mit Inbrunst machst, wirst du auch bald einer der Besten sein und dir dann wahrscheinlich Aufträge aussuchen können.
Das ist jetzt etwas vereinfacht beschrieben, als Selbstständiger hat man es nie leicht. Aber man soll Dinge nicht machen weil man sie machen muss (außer ein paar vielleicht). Und nur des Geldes wegen arbeiten gehen, ist wohl der falsche Ansatz. Beruf kommt von Berufung.
30. Juni 2010 um 09:14
Hallo Ralf, da hast Du natürlich völlig recht. Wer nur das Geld sieht, wird mit der Selbstständigkeit nicht glücklich werden, auch wenn er finanziell erfolgreich ist.
Trotzdem: Am Anfang wird man engagierter sein, in der Aufbauphase mehr zeitlichen Einsatz zeigen, um erfolgreich zu sein, ob nun finanziell oder anders definiert. Das trifft auch bei einer verantwortungsvollen Anstellung zu.
Nur: Wenn der Chef oder die Kollegen einmal an einen ständig erreichbaren und rund um die Uhr engagierten Mitarbeiter gewöhnt sind, ist es schwer, zurückzurudern. Da gibt es eben auch Gruppenzwänge.
Als Selbstständiger kann ich selbst entscheiden, wann ich einen Gang zurückschalte.
Übrigens, die ständige Erreichbarkeit hat nichts damit zu tun, dass man jeden Auftrag annimmt. Aber man will selbst entscheiden, welchen Auftrag man annimmt oder nicht, es soll also nicht daran liegen, dass man im entscheidenden Augenblick für den Erstkontakt nicht erreichbar war.
Ich bleibe dabei, es ist von der Lebensphase / -situation abhängig, wie ich mich hinsichtlich ständiger Erreichbarkeit verhalte, ich habe da schon verschiedene Phasen durchgemacht, als Angestellter und als Selbstständiger.
6. Juli 2010 um 19:51
Da wird einer wie ich ja neidisch, so einfach mal das Handy aus..oder sogar daheim liegen lassen..einfach mal so sich ins OFF setzen...! Unglaublich...wie schön es sein muss diesen Zwängen nicht zu unterliegen, die ständige Erreichbarkeit in die Mentale Festplatte gebrannt geht es mir eben leider anders.
Job ist Job und Dienstleistung ist mehr als Job...es ist die Symbiose von Handy, Stift und Zettel und dann überall dabei..ob beim Essen, Spielplatz oder aufm Klo...es gibt kein Ende in Sicht denn wir müssen darauf schauen dass es euch gut geht...dass eure Wohnungstüren geöffnet werden, wenn Ihr mal wieder den Schlüssel vergessen habt, euch bei einer Panne abschleppen, aber auch darauf achten dass wir innerhalb einer Stunde eure Verstopfung beheben (nein die andere da helfen euch 24h Apotheken)..und und denkt mal an die Menschen die sich diesen Mist antun müssen und sich nicht von diesem notwendigen Übel trennen können...in diesem Sinne
10. Juli 2010 um 15:13
Wie gut dass die Hitze am Wochenende einen geradezu zwingt, die Bildschirme mal Bildschirme sein zu lassen
Zeit mit den Lieben verbringen, einem Hobby nachgehen oder einfach faul mit einem Eisbeutel auf dem Kopf rumlungern - nehmt euch die Zeit, denn auch diese ist so nicht verschwendet wenn man sich bewusst um sich sorgt!
(Ich gehe jetzt mit gutem Beispiel voran und gehe an den See
)
18. Juli 2010 um 14:17
Ich merke -noch- keinen Burnout, obwohl ich täglich auch mobil im Internet aktiv bin. Liegt vielleicht daran, daß ich meinen Beruf- die Trödelei- gern mache und mein eigener Chef bin. Wenn ich natürlich wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange darauf wartenüßte, daß meine Vorgesetzten wieder eine unerfüllbare Arbeitsanweisung schicken, sähe das schon anders aus.
5. August 2010 um 09:22
Mein Burnout liegt hinter mir. Ich habe über 15 Monate gebraucht, um wieder im Leben anzukommen. Und das ging nur mit einer guten Therapie, einer nachhaltigen Reha und einer Familie, die immer zu mir steht. Der Jobverlust ist überwunden und ich habe einen neuen Weg eingeschlagen. Wichtig ist, sich selber mit der eigenen "Beschränktheit" anzunehmen.
Mein Rat an alle: Sorgt immer gut für Euch. Schafft Euch Freiräume für Pausen und zur Besinnung. Zeit, die ihr gerne vertrödelt, ist keine vertrödelte Zeit.