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Da die angestrebte Lösung im Verbund mit anderen Applikationen arbeiten soll, reicht ein einfaches Dateisystem für die Datenverwaltung nicht aus. Folgende Aufgaben muss die Datenverwaltung ermöglichen:
Produkte bestehen in der Regel aus verschiedenen Baugruppen. Diese Baugruppen beinhalten Bauteile, können aber auch weitere Baugruppen enthalten. Sinnvoll ist es also, diese Abhängigkeit in der Datenbank darzustellen und die einzelnen Baugruppen und Bauteile so zu verwalten, dass eine Recherche einfach möglich ist. Um die Wiederverwendung zu ermöglichen muss sichergestellt sein, einzelne Teile und Baugruppen wieder zu finden, gleichgültig in welchem Abschnitt des Produktes sie sich finden.
Als Datenredundanz bezeichnet man das mehrfach Vorhandensein von Daten. Eine Datenredundanz kann schnell zu einer Dateninkonsistenz führen. In diesem Zustand sind zwei verschiedene Daten als gültig angesehen, die nicht miteinander vereinbar sind. Die Daten sind widersprüchlich und nicht mehr eindeutig. Die zu verwaltenden Daten haben in der Regel einen enormen Umfang, da sie aus verschiedenen Zweigen des Unternehmens mit verschiedenen Applikationen eingepflegt werden. Besonders CAD-Datenbestände haben einen großen Umfang. Um die Datenredundanz möglichst gering zu halten ist es nötig, dass ein Objekt in einer Datenbank nur einmal gespeichert wird. Gleichzeitig muss es aber auch möglich sein, ein mehrfach verwendetes Teil, ein Wiederholteil, entsprechend der Forderungen abzuändern, ohne dass dabei andere Produkte, welche dieses Bauteil enthalten, beeinflusst werden.
Als Klassifizierung oder Klassifikation bezeichnet man einen Vorgang oder eine Methode zur Einteilung von Objekten in Klassen oder Kategorien. /57/
Als klassifizierte Objekte können beliebige Sachverhalte oder Gegenstände genutzt werden. Sie können nach ihrem Merkmal oder ihrer Eigenschaft unterschieden werden.
Die wissenschaftliche Methodik ist in vielen Lebensbereichen Grundlage des menschlichen Zusammenlebens. Beispielsweise werden gehörte Töne und gelesene Buchstaben zu Worten klassifiziert. Weiterhin werden die Worte zu einer Bedeutung klassifiziert. Dies geschieht automatisch, unbewusst in der Denkweise des Menschen.
Um eine effiziente Suche in der Datenbank zu ermöglichen, müssen die Daten nach entsprechenden Kriterien und Merkmalen klassifiziert werden. Es darf keine Produkthierarchie, Beziehung der Produkte untereinander, durchgeführt werden. Trotzdem können Produkte untereinander voneinander abhängig sein, ihre Merkmale und Klassen werden referenziert. Mit Hilfe dieser Merkmale und Klassen können Produkte erstellt werden. Sie können beispielsweise in anderen Produkten als Baugruppe verwendet werden. Die Klassifizierung basiert aber auf den Merkmalen und nicht auf Basis der unterschiedlichen Produkte. Die folgende Erläuterung zeigt kurz, warum es nicht sinnvoll ist, eine Produkthierarchie durchzuführen.
Die drei wichtigsten Ebenen der Produkthierarchie sind Produktfamilie, Produktklasse und Produktlinie. Alle Produkte, die ein bestimmtes Bedürfnis erledigen können werden zu der Produktfamilie gezählt. Die Produkte, die gleiche bzw. ähnliche Eigenschaften besitzen, werden zu der Produktklasse gezählt. Die Produktklassen befinden sich innerhalb der Produktfamilie. Gruppen von Produkten die ähnliche Merkmale aufweisen gehören zu einer Produktlinie.
Solch eine Hierarchie ist nicht ausreichend, da nicht alle Merkmale berücksichtigt werden. Auf Basis der Normenreihe ISO 13584 können Merkmale und Merkmallisten im gesamten Produktlebenszyklus verwendet werden. Alle Merkmale und Merkmallisten basieren auf demselben Datenmodell und sind exakt beschrieben. Unklarheiten werden vermieden. Elektronische Prozesse sind einfacher und effizienter.
Da das System die Arbeit mehrerer Unternehmen und Mitarbeiter fordert, entstehen die Daten an verschiedenen Stellen. Diese Daten müssen gemeinschaftlich gesammelt und abgelegt werden. Sie werden jedoch nicht zwingend an gemeinsamer Stelle gespeichert. Sinnvoll ist es allerdings, die Daten physikalisch nahe am Standort zu halten, wo sie am häufigsten benötigt werden. Allerdings muss ein Zugriff von jeder Stelle gewährleistet werden.
Die gespeicherten Daten enthalten firmeninterne Informationen, die vor Missbrauch geschützt werden müssen. Durch die eigentliche Funktion der Datenbank, alle Daten an verschiedenen Orten zu Verfügung zu stellen, spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle. Es muss sichergestellt werden, dass unbefugte Zugriffe nicht möglich sind. Gleichzeitig müssen die Zugriffsrechte verschiedener Anwender und Anwendergruppen konfigurierbar sein. Es müssen unterschiedliche Zugriffsrechte verwaltet werden.
Ebenso wichtig ist der entsprechende Freigabemechanismus, das heißt eine kontrollierte Weitergabe der Daten. Beispielsweise muss bei Zugriff eines Anwenders oder einer Anwendergruppe der Zugriff für die anderen Anwender bzw. Anwendergruppen gesperrt sein. Ohne entsprechendes Datenbankmanagement ist eine solche Aufgabe nicht erfüllbar.
Durch die immer höhere Straffung von Time to Market , ist eine kontinuierliche Begleitung des Lebenszyklus des Produktes notwendig. Durch die Forderung Entwicklungszeiten zu verkürzen und durch das parallele Vorgehen bei der Entwicklung eines Produktes ist eine Managementapplikation unumgänglich. Dazu gehört das kontrollierte Weitergeben von Daten und Informationen, die das Produkt betreffen.
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