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Der Tag der Deutschen Einheit - mit großem „D“

Man sollte die Feste feiern wie sie fallen. Auch der 3.Oktober ist für mich ein Fest. Weckt er in erster Linie jedoch Erinnerungen. Ein Datum bewegt mich und ich denke über vergangene Zeiten nach. Gedanken sind schwer zu fassen, schwer zu formulieren - ich versuche es trotzdem und vielleicht bewege ich andere zum Nachdenken.
Ich wünsche, ich träume davon, dass man ewig der Einheit und dem Aufschrei davor gedenkt - sowas darf nicht Alltag, darf nicht vergessen werden. Vermutlich wäre es für eine gemeinsames Deutschland besser, wenn man diesen Tag nicht begeht, wenn man einfach eins ist. Aber Geschichte bewegt, Geschichte ist das, was dem Menschen bleibt. Darum gedenkt der Einheit, tauscht euch aus und genießt die Freiheit - in welchen Dimensionen sie auch sein mag. Ich will nicht belehren, ich will erinnern und ich will, das Menschen denken, sich erinnern und dass sie teilen.

Seit nunmehr 20 Jahren ist Ost und West wieder zu einem Deutschland vereinigt - die Menschen sind es nicht. Jeder Mensch ist ein Individuum und darin begründet sich wohl dieser Umstand. Wir können so tun, als merken wir es nicht, aber es gibt immer eine Gruppe unter uns, die es sich anders wünscht, die die Zustände vor mehr als 20 Jahren wieder haben will. Auch wenn dieser Teil kleiner als die anders Denkenden ist, so muss er beachtet werden - auch sie gehören zu unserer Gesellschaft und gehören in unsere Arche.

Vieles was wir in der DDR nicht hatten, hatten wir uns schon vor 20 Jahren erkämpft. Mein Anteil war verschwindend gering - ich war 16 und mich bewegte die neue Art zu sagen, was man denkt. Ich denke immer wieder an die vielen Demos, die Montagsdemonstration und vergleiche gern: Was haben wir erreicht?

Die Euphorie von damals gibt es nicht mehr. Nicht alle Menschen eines gemeinsamen Deutschland zählen zu den Gewinnern der Einheit. Wer arbeitslos ist oder Hartz IV-Empfänger ist, der hat ein anderen Blick auf das Jetzt als die Menschen, die einen sicheren Arbeitsplatz mit Gewerkschaft und Tariflohn haben. Nichts ist vollkommen - auch nicht unser gemeinsames Deutschland. Es gibt viele Themen die angegangen werden müssen, vermutlich sogar schneller und zielstrebiger als das bisher in der deutschen Politik gelebt wurde. Trotzdem ist es für mich besser als in der DDR. Ich möchte keine meiner Erfahrungen missen. Ich bin dankbar, dass ich hier leben darf und hier geboren wurde. Anderen Menschen auf dieser Welt geht es weniger gut und sie können zum Teil nichts dafür - denke ich nur an die Kinder. Daher sollten wir nicht nur feiern, wir sollten uns austauschen und wir sollten uns erinnern an den Alltag in der DDR - wir war er wirklich, ohne einen getrübten Blick der Ostalgie. Vieles, so meine ich, auf das wir heute wehmütig zurück blicken, sind keine Errungenschaften der DDR oder gar der SED-Führung, sondern es sind lediglich Reaktionen auf die Schwächen des Staates. Ich sehne mich nicht zurück, kein Grund bewegt mich dazu. Ich feiere die deutsche Einheit, wenn auch mit Erinnerungen und Austausch und weniger dem gemeinem Partybild.

Wir haben Verantwortung, eine Verantwortung für das zu Kämpfen, jenes zu erhalten, an das wir glauben und für das die Einheit stehen sollte - ein Ergebnis, welches durch die Menschen erreicht wurde und nicht nur durch die Politik. Um so wichtiger sehe ich es heute, dass wir nicht nur zusehen und kritisieren - wir sollten gestalten, mitreden und der Politik zeigen, was wir wollen, wohin wir wollen. Und nun begeht euren Feiertag, den Tag der Deutschen Einheit - seit 1990 mit großem „D“ ...

37 Kommentare zu „Der Tag der Deutschen Einheit - mit großem „D““

  1. 1
    Kommentar von Stephan

    Leider ist wohl für die meisten Menschen der 03. Oktober eher ein Tag, an dem man nicht arbeiten gehen muss. Und einige werden sich wohl dieses Jahr etwas ärgern, dass dieses Datum ausgerechnet auf einen Sonntag fällt.
    Ich gebe dir absolut Recht, dass man an diesem Tag vor allem an die Menschen denken sollte, die oft mit sehr großem Risiko für das gekämpft haben, was für uns heute fast selbstverständlich ist.
    Was mich immer etwas ärgert, ist, dass von diesen Menschen wie z.B. Pfarrer Wonneberger kaum jemand spricht. Es stehen immer die gleichen (Politiker) im Mittelpunkt. Und nur diese haben auch die Auszeichnungen, in welcher Form auch immer, für ihre Leistungen bekommen.
    Ich will deren Engagement nicht schmälern. Denn ohne sie hätte es auch keine Einheit gegeben. Aber die wirklichen "Kämpfer" bleiben leider unbekannt.

  2. 2
    Kommentar von Frank Bültge

    @tux: klingt sehr verbittert - sicher hast du in einigen Anstrichen recht; aber ich will dies nicht diskutieren; ich glaube, dass ohne die Vereinigung beider Staaten ganz andere Probleme gekommen wären, oder bestehende viel früher. Thema Stuttgart steht für mich in einem anderen Kontext; ich will erinnern mit einem kleinen Artikel - in erster Linie mich, aber auch die Leser und dabei sollen immer beiden Seiten beleuchtet werden. Stuttgart ist ein anderes Thema, auch wenn man dort Ideen der Bewegung zur Einheit nutzt. Zum Thema Staat und Mensch kann man viel sagen, viel diskutieren und ich denke, dass dies nicht das Thema meines Blogs ist und dass man dies schon gar nicht in einem Artikel bewältigen kann.

  3. 3
    Kommentar von Michael

    Ich selber hatte das Glück, im November 1989 (6-11 November) auf Klassenfahrt in Berlin dabei zu sein, ein Erlebnis, dass ich nie vergessen werde.
    Schade, dass die Teilung von Deutschland, die auf der Landkarte ja bis 1990 existierte, in vielen Köpfen immer noch existiert.
    Man kann ein Land auf der Karte vereinigen, aber bis die Bewohner sich als vereinigt ansehen, dauert es, evtl. sogar mehrere Generationen.

  4. 4
    Kommentar von tux.

    Der Staat schießt seine Bürger in Stuttgart zu Krüppeln, und in Berlin feiern wir alle die grandiose Leistung, zwei Länder zu vereinen, die sich beide Seiten weder kulturell noch finanziell leisten konnten, was wir heute noch ausbaden dürfen. Schöne, heile Welt.

    Pfui, sag ich.

  5. 5
    Kommentar von tux.

    "Verbittert" trifft es nicht, eher stinkwütend auf ein Volk, das sich mit Brot und Spielen hinhalten lässt.

  6. 6
    Kommentar von Frank

    Gut. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Einheit viel mehr Vorteile für den heutigen Ostteil Deutschlands gebracht hat, als Nachteile und es lohnt deshalb das 20 jährige zu feiern. Die Leute haben heute sicherlich mehr beruflichen Stress zu ertragen. Für viele Arbeitslose ist es schwer. Aber wer wirklich was aus sich machen möchte und beharrlich ist, kann dies durch Berufswechsel, Umschulung oder Selbstständigkeit ja erreichen. Ich kenne beispielsweise einige Fälle aus dem Bekanntenkreis.

  7. 7
    Kommentar von Basti

    Den meisten Menschen ist der 03. Oktober außer an diesen Tag frei zu haben doch gar kein Begriff mehr. Was diese Menschen früher geleistet haben, wird heut zu Tage vergessen, oder wenn man mal so reagiert, bzw. etwas bei uns in Deutschland bewegen will als vermeintlicher "Kleiner" sieht man ja in Stuttgaart wie das endet. Insgesamt traurig für Deutschland würde ich mal sagen. Die Politiker erzählen jedes Jahr das gleiche heben die selbigen in den Himmel und die "Kleinen" bleiben in Vergessenheit.

  8. 8
    Kommentar von tux.

    Und wir dürfen die Vorteile für Ostdeutschland heute noch abbezahlen.......

  9. 9
    Kommentar von Aro

    Ich finde die Vereinigung auch klasse. Damals habe ich in West-Berlin gelebt und im Osten gearbeitet - und bei jedem Grenzübertritt ist mir die Absurdität auf's Neue aufgestoßen. Als das vorüber war, war ich sehr froh (und leider arbeitslos).

    Übrigens bin ich durchaus der Meinung, dass die Einheit schon vollzogen ist. Natürlich gibt es immer Leute, die das anders sehen, aber als alter Preuße ;-) sind mir die Riten und Gebräuche und die Kleidung z.B. der Bayern viel fremder. Deutschland ist ein sehr unterschiedliches Land, das gilt nicht erst seit der Wiedervereinigung. Als nach dem Krieg die Vertriebenen in der Bundesrepublik ankamen, gab es auch erstmal viel Fremdheit. Wer weiß heute noch, welcher Nachbar ursprünglich aus Posen oder Breslau stammt?
    Oma sagte: Das wächst sich raus. So sehe ich das auch.
    Und nur Idioten wünschen sich ein geteiltes Deutschland zurück.

  10. 10
    Kommentar von Frank Bültge

    @tux. und die Vorteile für Westdeutschland kommen vom Kompass ... glaubst du im Ernst, dass man in den alten Bundesländern noch immer den Standard von vor 20 Jahren leben würde ...

  11. 11
    Kommentar von Aro

    @tux
    Komisch nur, dass es nicht nur den Leuten in der Alt-Bundesrepublik seit 1990 wirtschaftlicher schlechter ging, sondern auch denen in Spanien, Griechenland oder England. Haben die auch einen "Osten", auf den sie alles Schlechte schieben können?

  12. 12
    Kommentar von tux.

    Nein, aber welchen Vorteil haben wir in Westdeutschland denn von der Annektion (!) der DDR davongetragen? Ein riesiger Schuldenberg. Soli-Zuschuss (der inzwischen dermaßen unnötig ist, dass du mit den Ohren schlackerst). Die Etablierung kommunistischer, weltfremder Ideale (PDS). Wie uns das alle freut!

  13. 13
    Kommentar von Mirko

    Wenn es den Soli nicht gäben, hätten sich unsere Politiker eine andere Abgabe einfallen lassen und einen anderen Grund dafür vorgeschoben, Zonenrandförderung oder ähnliches. Der Schuldenberg wäre auch ohne deutsche Einheit gigantisch, da kannst du dich z. B. auch bei der HRE, Commerzbank, etc. bedanken. Und ohne Einheit dürften wir uns jetzt mit der WASG und ihrem Chef Lafontaine rumärgern, ist das besser?

  14. 14
    Kommentar von tux.

    Die wäre da, wo sie hingehört: In der Bedeutungslosigkeit.

  15. 15
    Kommentar von Aro

    Genau. Ohne Wiedervereinigung gäbe es keine Kommunisten, keine schwulen Bürgermeister und Helmut Kohl wäre immer noch Bundeskanzler vor Gottes Gnaden.
    Ach ja: Das Wetter wäre natürlich auch viel besser!
    Oh man...

  16. 16
    Kommentar von tux.

    Darf ich aus diesem Beitrag eine leichte Homophobie folgern?
    Was davon hast du einem meiner Beitrage entnommen?

    Bitte unterlass diese infame Interpretation.

    Helmut Kohl wäre ohne die "Wiedervereinigung" (dämliches buzz word, "Einheit" vielleicht, aber "wieder" vereinigt wurde da nix!) schon 1990 abgewählt worden.

    "Oh man......"

  17. 17
    Kommentar von Jörg

    Wer von denen hier diskutierenden hat den die Wende bewusst und aktiv erlebt? Ich bin echt Leid mir anhören zu müssen, von manchen Osi Kennern aus dem "Westen", wie schlecht es uns ging. Selber waren sie nur im Unterricht und an der Klotze in der DDR.
    Soli zahlen nicht nur die Wessis AUCH die OSSIs, oder wussten das einige hier nicht?
    Der Aufbau Ost fand im Osten statt, aber die Gelder flossen in die Kassen der Westfirmen! Oder gab es nach der Wende ein Firma aus dem Osten, die Aufträge aus dem Westen bekam - nö - waren alle ja zu "dumm" dafür. Selbst die Milch aus dem Osten war nach der Wende ja nicht "Milch". Es wird nun Zeit, das die Politiker den Duden von Ost- und Westdeutschland befreien, denn große Sprüche der Vereinigung bringen "alle" hier, nur wer lebt denn danach? Last es nun endlich GUT sein mit dem "Ihr hattet es soo schlecht" und "Ihr müsst uns so dankbar sein" - NEIN - ich hatte ein super Kindheit und würde mein LEBEN dafür geben, wenn meine Kinder diese auch haben könnten. Alles was für MICH!GUT ist ist für jemanden ANDERES! nicht GUT. Zum Glück sind wir unterschiedlich. Ich habe die Wende aktiv erlebt und lebe nun im "Goldenen" Westen. Wenn ich noch einen Job zu Hause bekommen hätte, wäre ich nicht hier her gezogen! Wenn ich hier keinen Job mehr habe um meine Familie zu ernähren, dann ziehe ich halt wieder wo anders hin - nach Kanada vielleicht :-) .
    Ich freue mich auf den Tag, wo meine Engel sagen, sie fahren nach Rostock in Norddeutschland und nicht wie viele Politiker und andere, nach Rostock in Ostdeutschland.
    Übrigens, Nürnberg liegt auch in OSTDEUTSCHLAND - oder doch im Süd-Osten..........

    PS: ich bräuchte den 3.10. als Feiertag nicht, ich lebe nun in Deutschland. Die Mauer fiel vor 21 Jahren!

  18. 18
    Kommentar von Aro

    @tux
    Folgere, was du möchtest. Aber diese platte Ossi-Kommunisten-Hysterie finde ich einfach nur lächerlich.

  19. 19
    Kommentar von Nick

    @ Aro
    Ich stimme auch mit Ihnen

  20. 20
    Kommentar von Technischer Übersetzer

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  21. 21
    Kommentar von Alexander

    Hallo, für mich ist der 3.10 ein ganz besonderer Tag, da ich an diesem Tag geboren bin. In den ersten Jahren war dies noch kein Feiertag und wirklich verstanden warum ausgerechnet der 3 Oktober der Tag der Einheit ist, habe ich bisher noch nicht wirklich aber egal. Ich finde wir leben nicht nur in einem vereinten Deutschland sondern sogar in einem vereinten Europa und vielleicht in ein paar Jahren in einer vereinten Welt. Ich hoffe das Europa bzw. die Welt das auch nur einigermaßen so gut hinbekommt wie wir hier in Deutschland. Denn eines muss man sagen, wir leben in einem Land in dem es keine bzw. kaum Unruhen gibt und das mit unserer Geschichte, ich finde das einfach großartig.

  22. 22
    Kommentar von Aro

    @Alexander
    Hundertpro Zustimmung.
    Warum ausgerechnet der 3. Oktober Feiertag wurde? Am 3.10.1988 ist Franz-Josef Strauß gestorben, der ewige Rivale von Helmut Kohl. Und nun rate mal, wer ein Jahr später den 3.10. als Tag der Wiedervereinigung entschieden hat ;-)

  23. 23
    Kommentar von Caspar

    Hey Frank,
    ich finde es klasse, dass du dir die Zeit nimmst, über dieses Thema einen Beitrag zu schreiben. Die vorstehende Diskussion zeigt ja, wie groß der Bedarf an Auseinandersetzung ist.

    Ich war im September 1990 zum ersten Mal in Berlin, also kein ganzes Jahr nach dem Fall der Mauer, und fand es damals (als 16jähriger) ungeheuer spannend, einen zerfledderten Trabant vor dem Palast der Republik verrotten zu sehen!
    Als ich dann 1998 Wahl-Berliner wurde, bin ich monatelang zu Fuß durch Friedrichshain und Mitte gelaufen, auf den Spuren der Teilung.

    Seit 2002 wohne ich in Potsdam, in unmittelbarer Nähe des alten Postenwegs am Griebnitzsee. Damals war hier Sperrgebiet, es durften nur total linientreue Leute hier wohnen; der Eiserne Vorhang verlief durch den See vor meiner Haustür.
    Und gerade heute bin ich mit meiner Frau wieder durch die Parforce-Heide, mitten auf dem ehemaligen Todesstreifen, in der Herbstsonne spazieren gegangen. Bröckelnder Zement zwischen den jungen Kiefern – es ist erst 21 Jahre her…

  24. 24
    Kommentar von breitloewe

    Also ich finde, man soll feiern. Ich war damals dabei und ich kann sagen, so einen Tag vergisst man nicht. Doch die Politiker sollen echt was daraus mache anstatt nur feiern...

  25. 25
    Kommentar von Billig Mann

    Der Tag ist besonders, ganz klar. Die Frage ist allerdings ob es hätte passieren sollen. Für die Ossies denke ich ja aus Wessie sicht naja- hat ganz schön Geld gekostet.

  26. 26
    Kommentar von Rashim

    Darf ich aus diesem Beitrag eine leichte Homophobie folgern?

  27. 27
    Kommentar von Frank Bültge

    @Rashim: Nein! - ich habe nichts gegen homosexuelle Menschen, mir geht es um den Mensch und nicht seine Vorlieben in der Beziehung; weiß auch nicht, wie du darauf kommst.

  28. 28
    Kommentar von Klaus

    Der 3. Oktober ist für mich kein Feiertag!
    Der Tag der deutschen Einheit ist die Nacht vom 8. auf den 9. November, da wo die Mauer fiel und wo wir alle vor dem Fernseher gehockt haben.

    Der 3. Oktober ist von Politikern festgesetzt worden, damit verbindet mich gar nichts.

    Gruß
    Klaus

  29. 29
    Kommentar von Martha

    "Man kann ein Land auf der Karte vereinigen, aber bis die Bewohner sich als vereinigt ansehen, dauert es, evtl. sogar mehrere Generationen." Das ist eine treffliche Aussage und sie betrifft auch andere Nationen.

  30. 30
    Kommentar von Miriam

    Ja, das stimmt. Ich kann das auch nicht verestehen, warum Vorurteile so fest in den Köpfen von Menschen verankert sind.

  31. 31
    Kommentar von Fabian

    Nunja, am meisten geprägt wird man eben in jungen Jahren, und wenn man sich in diesem Alter einverleibt hat, dass Ostdeutsche soundso sind und Westdeutsche nicht, dann lässt sich der Gedanke eben nicht einfach so löschen. Aber mit den Jahren werden sich auch die letzten Vorurteile beseitigen lassen.

  32. 32
    Kommentar von Caro

    Toller Beitrag, der wachrüttelt und zum Nachdenken anregt. Ich glaube, dass wir Deutschen im Vergleich zu anderen Nationen generell nicht sehr volks- und geschichtsverbunden sind. Ich will jetzt natürlich nicht alle über einen Kamm scheren, aber wenn ich mir da die Amis zum 4. Juli anschaue, da sehe ich mehr Stolz und Zusammenhalt als bei uns, was an sich schon sehr traurig ist.

  33. 33
    Kommentar von Gordon

    Hallo zusammen,

    ich komme auch aus der ehemaligen DDR. Wobei ich bei der Wiedervereinigung noch sehr jung war und mich kaum noch erinnern kann. Dennoch sehe ich es genauso. Man sollte zwar nicht in der Vergangenheit leben, aber sich dennoch Erinnern.

    Denn ich denke nur wenn wir uns an vergangene Fehler erinnern können wir vermeiden die selben Fehler noch einmal zu machen. Aus der Vergangenheit lernen um die Zukunft zu verbessern! Und das ist nicht nur auf die Trennung bezogen.

    Leider sehen das nicht alle Menschen so. Ich lebe schon wieder in einem geteilten Land und die letzte geteilte Hauptstadt in Europa ist keine 100 Km entfernt... hier haben die Menschen noch nicht aus Fehlern anderer gelernt.

    Viele Grüße
    Gordon

  34. 34
    Kommentar von Jürgen

    Ich kann die diskussion West oder Ost nicht mehr verstehen - wir sollten mal lernen - wie die Franzosen zusammen zu halten.

  35. 35
    Kommentar von Henry

    Leider tritt der eigentliche Sinn und Hintergrund des 03.10. immer mehr in Vergessenheit. Für die meisten ist es wirklich nur ein schöner freier Tag an dem nicht gearbeitet werden muss ... Jugendliche wissen teilweise wirklich gar nichts über den geschichtlichen Hintergrund. Finde ich persönnlich sehr schade ...

  36. 36
    Kommentar von anna

    Die Diskussion zwischen Ost und West geht auch mir mächtig auf den Kranz. Ich habe von der ganzen Sache aufgrund meines Alters nicht wirklich viel mitbekommen. Allerdings muss ich immerwieder feststellen - ohne bei der Diskussion mitwirken zu wollen - dass die Ost-West-Kommentare meistens von seiten der "Westdeutschen" kommen. Die "Ossis" haben sich schon längst mit der Situation arrangiert. Warum können das nicht alle? Gut, den Vergleich mit den Franzosen find ich... najaaa....naja. Aber prinzipiell hat der Jürgen da schon recht.

    Und auch Henry sagt nur die Wahrheit. Irgendwie regen sich alle über ein Thema auf, von welchem Sie aber eigentlich null ahnung haben. Ich hörte viele Geschichten und weiß daher, worum es geht. Aber für viele ist der Tag einfach nur ein Feiertag. Warum? Egal. Aber das liegt, denke ich, auch am Menschsein. Was er nicht selbst erlebte, kann er sich nicht vorstellen. Und was nicht in den nächsten 3 Tagen passiert wird auch nicht in die Zukunftsplanung einbezogen. Denkt mal drüber nach. Letztendlich sind wir alle Menschen.

  37. 37
    Kommentar von Markus Brentz

    Der Tag ist eigentlich nichts besonders, ganz klar. Die Frage ist allerdings ob es hätte passieren sollen. Für die Ossies denke ich ja aus Wessie sicht naja- hat ganz schön Geld gekostet. Und die Wessis freuen sich über die neuen Bundesländer.

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