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WordCamp 2010 - ein Rückblick

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Das letzte Wochenende habe ich mich in der Hauptstadt aufgehalten, das erste mal seit 22 Jahren. Insofern war für mich nicht nur das WordCamp ein Ereignis der Eindrücke, sondern ebenso die Stadt und die Menschen.
Ich möchte euch gern einen Eindruck meines Empfinden von diesem Wochenende wieder geben - dabei bin ich sicher aus der Richtung des Orga-Team etwas voreingenommen, oder habe eine andere Sicht, da ich unsere Bemühungen und Aufwände kenne. Vielleicht ist es trotzdem spannend und damit komme ich der Pflicht nach, die ich bei einigen Leuten offen habe.

Die Kollegen von Inpsyde sind in erster Linie das Rauschen im Ohr - wir sehen uns aktuell maximal zwei mal im Jahr und fühlen uns doch verbunden. Wir lösen und leiden so viel gemeinsam, lernen uns und das Business kennen. Insofern ist das WordCamp auch für uns eine Chance unsere Erinnerungen an das Aussehen des Anderen aufzufrischen und ohne Headset oder Telefon sprachliche Kommunikation zu betreiben. Ich freue mich immer sehr auf das Treffen und hoffe daher auch, dass WordCamp gut verläuft - die Teilnehmer zufrieden sind und wir unsere freie Arbeit erfolgreich getan haben.

„Netzwerken“

Der wichtigste Punkt bei einem WordCamp ist für mich der Austausch - wir schaffen eine Plattform, legen einen Termin fest (wobei wir immer abhängig von den Beitreibern der Location sind), so dass Interessenten zum Thema Web und WordPress sich austauschen können. WordPress ist flexibel - wir sollten es auch sein; für mich macht das die Möglichkeiten des Web aus und die Mauer im Kopf ist sicher ein falscher weg.

Die Mauer im Berlin ist hoffentlich nicht im Kopf

Inhalte

Inhaltlich steuern wir nur bei, wenn wir eigene Sessions abgeben dürfen und zeitlich können. Für mich ist das nicht immer einfach und das Camp ist damit immer kontrovers von mir gesehen wurden, denn als Mitglied des Orga-Team, hat man fast immer zu tun - es gibt immer etwas zu klären, zu organisieren. Leider konnte ich keine Session im Ganzen besuchen, gab es doch die eine oder andere spannende Thematik - Lob an Michael und Silvia - diese beiden Sessions konnte ich Bruchstücken sehen und beide Themen empfinde ich als spannend und wichtig.

Austausch & Gespräche

In erster Linie suche ich also Gespräche, dabei komme ich nie auf mein Ziel - es ist einfach zu viel und ich würde oft gern mit fast jedem in einen Austausch kommen. Da treffe ich Dirk oder Jens und viele andere, mit denen ich via Netz & Telefon im Kontakt stehe und finde dann leider immer nur bruchstückhaft die Zeit, mit den Leuten zu plaudern. Das ist der Nachteil, wenn man organisiert und wir wollen, dass es den Leuten gefällt - also muss hier und da immer was getan werden. Die Kostendeckung ist nicht so, dass wir einen Event-Organisation beauftragen und fertig - hier steckt enorme Eigenleistung drin. Vermutlich könnte auch wir dann entspannen und die Beine hoch legen.

WM Zeit - Entspannung macht sich breit

Aussichten

So lange machen wir aber weiter, wenn die Besucher des WordCamp es denn wollen. Insofern schauen wir auch, dass ihr einigermaßen gut versorgt werden - Obst für die Fitness, Kuchen für die Nerven und Getränke für die Spannkraft, möglichst alles 4free - die 10€ sind eine Spende und werden in den kommenden Tagen einer Organisation übergeben. Sie dienen lediglich als Aspekt, um nicht willkürlich den platz zu bloggen und somit die beschränkten Anmeldungen zum WordCamp auch wirklich für kommende Besucher zu haben.

Geschmäcker sind verschieden - zum Glück

Es ist nicht leicht, den Geschmack aller zu treffen - was dem einen gefällt, ist dem anderen noch lange nicht recht. Wir wollen jedes Jahr einen anderen Ort anbieten, wollen verschiedene Sachen versuchen und uns weiter entwickeln. Daher ist es gut, wenn ihr Feedback gebt, Ideen einbringt. Einige Leute haben dies direkt am Ende der Sessions getan, anderen schreiben Beiträge dazu und andere senden uns eine Mail.

vielen, vielen Dank für das WordCamp 2010! Es war eine unterhaltsame und informative Zeit. Ich habe wieder einmal viele nette und offene Menschen kennengelernt, wofür ich Euch sehr dankbar bin. Auch die Einzelgespräche waren wegweisend.

Meinen Respekt an Euch alle für die Organisation! Ihr habt nie den Eindruck gemacht, dass Ihr müde wärt, ganz im Gegenteil: Wer hinschaute, hat Euch immer wuseln und organisieren sein, ausnahmslos!

Es war toll, von der Verpflegung bis hin zu den Inhalten, von den emotionalen Momenten der WM ganz abgesehen. Aber eben auch das war möglich.

RIESEN DANK AN EUCH ALLE!
Dirk

Themenvielfalt & Kenntnisstand

Klar ist wohl, nicht allen kann man es recht machen. Trotzdem wollen wir ein Konglomerat an Möglichkeiten anbieten, jeder soll sich wieder finden und wohl fühlen. Inhaltlich ist das eher schwer - die Themen, das Level der Sessions muss durch die Besucher kommen - wir geben nur den Rahmen. Und dieser Rahmen soll möglichst gut für eine Unkonferenz geeignet sein, wobei wir den Begriff des BarCamp schon aufweichen und im Vorfeld Sessions einreichen lassen, bewerten lassen und einen obligatorischen Programmplan erstellen. In diesem Jahr empfand ich es als besonders wertvoll, dass dies so ist, denn die Bereitschaft für Sessions, die man adhoc zum Camp vorstellt, war doch recht gering. Im Laufe des Tages haben sich dann noch einige ergeben - hier gilt es mutiger sein. Im Nachhinein erfährt man dann im Gespräch, hätte ich doch, wollte ja und naja ... Schade, die Chance für Feedback und für Austausch hat man nur an diesem einem Tag.

Nachhaltigkeit

Vielleicht ist das ja wirklich zu diskutieren, vielleicht sollte man zwei Tage in Erwägung ziehen - aber: ich denke, dass es nichts bringt, aktuell sind die Vorträge so, dass man einen Tag gut füttern kann; alles weitere ist Zeit, die viele nicht geben wollen - mein Eindruck. Der Freitag hat sich etabliert und auch da kommt nur ein Teil der Leute, ist doch hier die Chance am größten, neue Leute zu treffen, in den Austausch zu gehen und ein Netzwerk zu bilden. Gerade im Sektor Web, besonders wenn man beruflich in diesem Bereich tätig ist, sehe ich im Netzwerk die größte Chance.
Viele Webworker sind Einzelkämpfer - man kann nicht alles wissen, muss man auch nicht, man muss wissen, wen man fragen kann oder wer einem hilft - und brauchen das Netzwerk. Hier sehe ich die Stärke und daher sollte man gerade dieses Netzwerk auf solchen Veranstaltungen wachsen lassen und pflegen.

um es noch mal persönlich zu sagen: es war ein absolut geniales Wochenende! Ihr habt da wirkliches tolles auf die Beine gestellt, trotz widriger Bedingungen wie Strom, Wetter und Fußballspiel...
Thomas

Location

Ein großes Problem für uns als Orga-Team ist immer die Location - nicht einfach etwas zu finden und alles sicher abzuklären, so auch hier. Im letzten Jahr wurden wir da seitens Intershop sehr verwöhnt. Im betahaus muss man dann in den letzten Tag vor dem Camp erfahren, dass es keine Stühle und kein Strom gibt, obwohl wir seit Monaten in Verbindung stehen. Hier hilft nur Improvisieren und zum Glück waren wir in Berlin, Stühle und Kabeltrommeln konnten kurzfristig organisiert werden. Unsere Planung war damit aber auch hin, von der Kalkulation ganz zu schweigen. Gleiches gilt für die Timeline, da man die Stühle dann gegen 22Uhr abholte, anstatt wie geplant um 20Uhr. So war dann ein langer Tag spät zu Ende, die Folgen waren im Kopf und den Füßen in erster Linie zu spüren und als meine Frau dann den Tisch beim Inder als Kopfkissen nahm, ging ein aufregendes und spannendes Wochenende zu Ende es blieben einige Gespräche am Sonntag morgen beim ruhigen Frühstück.

Fazit

Ich für meinen Teil habe viele Leute getroffen, kennen gelernt und mein Eindruck: WordPress und Menschen scheinen nicht nur mir Spaß zu machen. Auf ein neues, immer besser, immer mehr und immer mit diesem Elan und der Freude. Die gute Stimmung war ja auch schon vor dem WM-Spiel auf dem Camp vertreten und ich war begeistert, wie viele die gute Stimmung halten konnten, auch wenn nicht alles perfekt ist.

Es gibt noch so viel zu erzählen, aber ich bin wohl noch immer ein wenig verschlissen und so will ich hier schließen und danke für die vielen netten Kontakte. Vielleicht gibt es eine weitere Auflage des WordCamp - wir werden sehen.

15 Kommentare zu „WordCamp 2010 - ein Rückblick“

  1. 1
    Kommentar von Rene Reimann

    Hey Frank, ich fand es klasse!

    Auf dem WordCamp konnte ich auch endlich mein Idol Frank Bültge, ohne selbst auf ihn zu zugehen mal persönlich Kennenlernen. (Er kam zu mir - welch eine Ehre!) Auch wenn er gleich immer wieder von Menschen, wie ein Herr Jobs umringt war hatte ich ein sehr kurzes nicht WordPress Gespräch mit dir.

    Ich hab mich auch als einer der wenigen mit der Angst sich lächerlich zu machen nach vorn getraut um mutig eine Session neben Vladimir Simovic angetreten. An dieser Stelle ein danke an die 14 Teilnehmer! Ich komm wieder und werde mich dann schon Wochen im voraus mit einer Session melden.

    Auch wenn die Themen nicht alle so spannend waren! Das Netzwerken zählt!

  2. 2
    Kommentar von Ralf Hortt

    Ich fand es aus Besuchersicht eine Runde Sache. Ich war froh Dich mal persönlich zu Treffen auch wenn wir nur kurz reden konnten. Thomas wollte ich auch kennen lernen da ich täglich sein Blog lese. Jedoch stehe ich seiner Template Engine noch kritisch gegenüber. Ich seh einfach kein Unterschied zwischen ###THE_CONTENT### und the_content(); vorallem in Sachen performance ist preg_replace_all() einfach eine Bremse. Ich würde mich freuen wenn nächstes Jahr wieder ein WordCamp stattfindet, in dem ich mich als Besucher auch mehr engagieren würde als Helfer und evtl. Sessionhalter.

    Gruß Ralf

  3. 3
    Kommentar von Victor

    Hallo Frank, ein schöner Artikel, du steckst da aber auch immer Fleiß rein :) Das Bild vom Public Viewing finde ich genial, schöne Idee die Leute da mal vom 4. Stock zu fotografieren.
    Nun haben wir es ja auch endlich mal geschafft uns zu treffen und zu plaudern, wenn auch zu kurz.
    Hier der Link zu meinem Artikel vom WordCamp, ich hoffe ich darf den hier posten?
    http://www.lazarro.de/wordpress/wordcamp-berlin-2010-im-betahaus-berlin/

    Grüße aus Berlin, och nun seit ihr alle wieder wech - schnief :)

  4. 4
    Kommentar von Kai Thrun

    Danke auf diesem Wege für eure Arbeit. Ich weiß selbst wie schwer es ist a) eine geeignete b) eine finanzierbare Location zu finden. Nichts desto trotz muss ich sagen, dieses Jahr war das nichts.
    Zu den Sessions kann ich mich und Jürgen nur wiederholen, vielleicht haben wir uns falsch eingeschätzt. Aber ich sehe es genauso wie Du, ihr als Veranstalter stellt nur den Rahmen. Und eben genauso kann man es nicht jedem Recht machen. An diesem Wochenende habe ich z.B. eben in die Röhre geguckt. Das nächste Mal ist es jemand, der sich mehr Basics gewünscht hätte. Es liegt auch immer am Besucher, welche Sessions er besucht. Letztlich strömen viele Faktoren für Erfolg oder Misserfolg auf einen als Veranstalter ein, auf die man auch keinen Einfluss nehmen kann.

    Ich hoffe dass es der Überzahl gefallen hat und ich mich zu einer kleinen Minderheit zähle. Wichtig ist, dass es für euch als Orga eine gute Sache gewesen ist - denn ihr seid es, die die Last auf sich genommen hat, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ich denke in 3 Wochen, wenn ich es hinter mich gebracht habe, werde ich es vielleicht auch aus einem neuen Blickwinkel sehen.

    Letztlich bleibe ich bei meiner Kritik, zolle euch dennoch meine Anerkennung.

    Beste Grüße,
    Kai Thrun

    PS: Was mir gerade spontan einfällt. Vielleicht im nächsten Jahr das Wissen anhand von Cases abfragen "Ich kann ... " oder eben nicht. Nur so eine Idee als Anregung :-)

  5. 5
    Kommentar von Dirk Rottig

    Meiner zitierten Mail brauche ich eigentlich nichts hinzuzufügen, außer dass ein Rechtschreibfehler enthalten ist, wie ich gerade bemerke :)
    War schön, Dich mal persönlich zu treffen, wie auch Heinz, der mir in einem persönlichen Gespräch einige Denkanstöße vermitteln konnte. Ich bin nachhaltig beeindruckt von der WordPress Gemeinschaft.

  6. 6
    Kommentar von Frank Bültge

    @Rene: deine Fragen zeigten ja deutlich, wie tief du im Stoff stehst (401) und wie gern du mit WP arbeitest - war mir eine Ehre, wenn auch leider zu kurz; und bitte: ich bin sicher kein Idol, auch wenn ich mich nun geschmeichelt fühle.

    @Ralf: stimmt, jetzt kann ich das Avatar auch besser zuordnen ;)

    @Victor: Die Bilder stammen von meiner Frau, ich fand leider nicht mal dafür Zeit - tolle Fingerfertigkeit und Kartentricks! Berlin war toll und endlich kenne ich den Zauberer Victor persönlich.

  7. 7
    Kommentar von Frank Bültge

    @Dirk: return ;)
    @Kai: eben, die Inhalte müssen von den Besuchern kommen - dass muss nicht immer eine Session sein, dass können auch Themenvorschläge sein, dafür steht das Blog/Forum bei wordcamp.de immer offen. In diesem Jahr hatten wir ja erstmals diese Level-Einschätzung, wenn ich auch 1-10 etwas übertreiben finde, 3 Ebene sollten reichen. Das werden wir sicher übernehmen und damit für die Session-Personen eine Hilfe geben.

  8. 8
    Kommentar von tboley

    @Ralf: Der Vorteil wird dann deutlich, wenn du mal den Aufbau eines typischen Plugins oder Widgets ansiehst. Da gibt es eine ziemliche unstrukturierte Ansammlung von HTML und PHP. Ich werde auf der tempELA Seite in Kürze noch mal ein paar Beispiel veröffentlichen.

  9. 9
    Kommentar von der WebArchitekt

    @Frank: Klingt gut, ich denke, wir werden wiederkommen mit 1.. 2 .. 3 Sessions im Gepäck. Habe jetzt ja ein Jahr Zeit etwa um mich vorzubereiten ;)

  10. 10
    Kommentar von Ralf Hortt

    @Thomas: Ich werde es aufjedenfall mal testen und dir dann Rückmeldung geben!

  11. 11
    Kommentar von Rene Reimann

    @frank: ich glaube ich sehe dich nur deshalb als Idol weil du a.) Älter bist und b.) weil du viel mehr publizierst!

    Ich bleib lieber in meiner stillen Ecke und komme ab und an mal zum Klugscheißen raus. So hält man sich die ganzen Groupies vom Halz. :-|

  12. 12
    Kommentar von Dirk Rottig

    Da hätte ich was für Dich René (Accent hier richtig ;-)
    Ich würde Dein Angebot nutzen und mir Dein Multisite skript mal anschauen. Hättest Du Interesse, mir mal das zukommen zu lassen?

  13. 13
    Kommentar von Sven Wagener

    Auf diesem Wege wollte ich mich auch noch einmal bei euch für eure Mühen bedanken! Das Wordcamp war echt super! Habe eine Menge nette Leute kennengelernt, was ich mit für das wichtigste bei einem solchen Treffen halte ;-) Die Community ist echt super! Werde mich jetzt wohl wesentlich öfter mit der Community in Foren Blogs usw. auseinandersetzen.

    Lieben Dank also nochmal aus Düsseldorf!

  14. 14
    Kommentar von maik

    Hallo Frank.

    Du schreibst:

    Klar ist wohl, nicht allen kann man es recht machen.

    Das müßt Ihr doch auch nicht. Es ist ein Wordcamp, in dem sich jeder einbringen kann - sowohl im Vorfeld, als auch am Veranstaltungstag selber.

    Ich für meinen Teil war zufrieden und nur das zählt. Ihr habt das toll hinbekommen und ich freue mich bereits auf nächstes Jahr :)

  15. 15
    Kommentar von Peter Leonhard

    Hallo und herzlichen Dank für den Bericht. Als neuer in der Branche "Wordpress" :-) habe ich den Bericht sehr aufmerksam gelesen. Ihc hoffe ich kann auch mal dabei sein - solange bilde ich mich online weiter.
    Grüße aus dem Schwabenland

    Peter

Kommentare sind geschlossen.