Unzufrieden als digitaler Freizeitkämpfer

bueltge.de [by:ltge.de] wird von Frank Bültge geführt, administriert und gestaltet. Alle Inhalte sind persönlich von mir ausgewählt und erstellt, nach bestem Gewissen und Können, was die Möglichkeit von Fehlern nicht ausschließt.

Kommentare

  
  1. Guido sagt:

    Du wirst in vielen Punkten Recht haben. Ich glaube jedoch, dass es in Deutschland nicht umsetzbar ist, weil die Mentalität einfach eine andere ist. Wenn man hier für etwas keinen Preis genannt bekommt, dann ist es kostenlos und dann sieht man hier zu Lande auch keine Veranlassung dazu, etwas zu spenden.

  2. Mo sagt:

    Anders als im Ausland wird hier leider Geiz-ist-geil gelebt. Freiwillig wird nur seltenst etwas gegeben...schon garnicht im Internet.
    Wie Guido schon schrieb: Steht kein Preis dran, kostet es auch nix ... und wieso sollte man freiwillig dafür zahlen?
    Du kannst dir sicher sein, mit deiner Unzufriedenheit bist du wahrlich nicht allein.

  3. Alex Rabe sagt:

    Da kommt mir doch dein Artikel & meine Antwort vor'nem knappen Jahr wieder in Erinnerung, schade das sich nichts ändert...

  4. tboley sagt:

    Ich kenne das nur zu gut Frank. Ich hab diese Woche mal von einem sehr großen Provider erfahren, wie oft myGallery im Einsatz ist... Wobei ich ja wirklich nicht erwarte, dass jeder was in die Spendendose wirft. Der Ärger gerade auch um "nextcopyofirgendwas" hat bei mir dazu geführt, dass ich das Handtuch geworfen habe.

  5. Micha sagt:

    Meine Meinung zu dem Thema kennst du ja. Wir hatten letztes Wochenende genug darüber gesprochen.
    Es ist nicht nur finanziell sehr traurig, selbst solche Diskussionen wie Werbung im Planet WordPress zeigen deutlich die Sicht vieler Nutzer: Ich will viel Service, bitte aber umsonst und ohne Werbung, die nervt nur.

  6. diltigug sagt:

    Au weia, ich hoffe, es war nicht mein Kommentar zum Asaph-Artikel der Auslöser für diesen Beitrag. Ich denke aber, ich kann Deine Unzufriedenheit verstehen. Ich bin reiner Hobby-WPler mit nur rudimentären Programmierkenntnissen und habe auch schon von Deinen Plugins und Deiner Arbeit profitiert und habe schon öfter gedacht, den Button zu drücken, muß aber zugeben, es ist immer beim Gedanken geblieben.
    Ich schätze als Nichtprofi die Arbeit von Leuten die ihr Wissen opensouce zur Verfügung stellen sehr. Ermöglicht es mir doch ein Hobby, welches ich mir sonst finanziell wohl nicht leisten könnte.
    Also an dieser Stelle, danke an Frank und alle anderen, die ihre Arbeit frei zur Verfügung stellen. Danke auch für den Beitrag, der mir das Thema mal wieder ins Bewusstsein gebracht hat.

    • @diltigug: was auch so bleiben soll, gern - aber vor allem die vielen Nutzer, die die Lösung an Kunden verkaufen, machen mich sauer. Wenn ich mal ein Spende erhalten habe, dann war sie entweder von Hobby-Nutzern oder Nutzern aus dem Ausland, was mit nicht in den Kopf will, da ich nun mal vorrangig deutsch schreibe.

  7. Frederic sagt:

    Ich kann das Dilemma gut verstehen, ich persönlich habe das selbe Problem: Ich schreibe für ein englischsprachiges Blog zu einem Enterprise-CMS und habe dort in der Vergangenheit auch einige selbstgeschriebene Plug-Ins zur Verfügung gestellt - auch mit dem berühmten Paypal-Button. Abgesehen von 2-3 Mails/Kommentare mit einem "Hey, coole Sache, Danke!" gibt es deutlich mehr Mails mit dem Inhalt "Habs mir mal angesehen: Features X, Y und Z fehlen noch. Wäre auch toll, wenn du das alles noch internationalisieren könntest" - demenentsprechend ist momentan meine Motivation auch sehr gering.

    Bisher dachte ich, dass es größtenteils ein Problem der Enterprise-Software-Szene ist: Man merkt, dass sich das allgemeine Verhalten in vielen Belangen deutlich von Mitgliedern der Open Source-Szene unterscheidet. Man ist sehr zugeknöpft, was das Austauschen über Lösungen betrifft. Bloß nicht zu viel Verraten, bloß nicht der Konkurrenz Informationen liefern, etc.

    Ich muss zugeben, dass mich ein ähnliches Bild hier grade ein wenig überrascht ...

  8. Markus sagt:

    Das kann ich sowas von gut nachvollziehen.. Seit wir den kollaborativ-Blog für das Kommerz-CMS (ist nunmal so!) RedDot (jetzt Open Text Web Solutions) laufen haben haben sich gerade mal 15 Leute auf die Spendenseite verirrt. Das ganze wird freiwillig und vor allem in der Freizeit der Entwickler betrieben. Werbefrei wird hier wissen verteilt und dann bekommt man immer wieder E-Mails von Leuten, die tatsächlich persönlichen Support erwarten und sich beschweren, warum das Open Source Plugin XY denn nicht auf Ihrer Version läuft und wann man das endlich mal fixt...
    Da kann man durchaus die Lust verlieren als Entwickler auch noch nach Feierabend sich an die Kiste zu hocken.
    Wie dem auch sei - Hut ab für deine Leistungen, ich kann das sehr gut nachempfinden. In der TYPO3 Gemeinde wird das glücklicherweise auch in Deutschland etwas anders gelebt. Es gibt also noch Hoffnung, man muss nur ein wenig suchen.

    • Vielen Dank für die Antworten und Meinungen.

      @Alex: du hast recht; ich scheine nicht zu lernen oder mein Optimismus ist größer als harte Enttäuschung.

      @Frederic: nein, ihr seit nicht allein. Wenn man sich die Nutzerzahlen von WordPress oder auch meiner Lösungen ansieht, dann kann das nur traurig stimmen.

      @Markus: eventuell sollte ich in die Typo Scene wechseln 😉

  9. Putzlowitsch sagt:

    Genau wie er, setze ich die wenigsten meiner Plugins selber ein.

    Ich bin da ziemlich egoistisch. Meine Plugins setze ich nahezu alle selber ein, ich habe sie zunächst nur für den Eigenbedarf geschrieben und mich dann eventuell dazu überreden lassen, sie auch zu veröffentlichen 🙂

  10. codestyling sagt:

    Plugins schreiben und veröffentlichen, die man selbst nicht einsetzt ? Sorry, ist mir bis jetzt nicht in den Sinn gekommen. Alles, was ich unter GPL veröffentlicht habe, setze ich auch selber ein, weil ich es brauche und hab ein berechtigtes Eigeninteresse, dass es beim Versionswechsel von WP auch wieder Hand und Fuß hat.
    Für Sachen, die wirkliche Auftragsarbeiten sind, sollte man klar von Anfang an die Karten auf den Tisch legen und sagen, wie lange das dauert und was es kostet. Niemand sollte seine Lebenszeit nur zum Spass "verschenken".

  11. Tom sagt:

    Ich hab auch schon ein paar Plugins gebastelt. Diese werden auch benutzte wie ich an den Kommentaren und Fragen sehe. Damit habe ich mein Ziel erreicht. Auf meiner Seite gibts keinen PayPal-Button.
    Entweder ich gebe etwas kostenlos raus oder ich nenne einen Preis. Erst gratis anbieten und dann jammern, dass niemand spendet, finde ich naja... Spenden sind nun mal freiwillig. Genauso wie das Plugin bsteln.

  12. Euren Unmut kann ich gut nachvollziehen; daher will ich dazu gar nichts weiter schreiben. Ich programmiere Plugins fast ausschließlich in Auftragsarbeiten. Ein zahlungskräftiger Markt existiert also – man muß ihn nur erreichen.

    Aber eine Idee habe ich: Wenn der 1€-Button ohnehin nichts bringt, warum experimentierst du damit nicht?
    Mach doch mal einen 20€-Button daraus, und beobachte das zwei Monate. Deine Plugins sind deutlich mehr wert als 1 € – das muß der Nutzer aber auch sehen. Wenn man jemanden von etwas überzeugen möchte, dann kann man es ihm sagen oder zeigen. Zeigen funktioniert besser. Probier’s mal aus.

  13. Beobachter sagt:

    Spenden oder Trinkgelder zu geben, sind die Deutschen einfach nicht gewöhnt. Selbst Verhandeln über den Preis ist schon schwierig.Wenn kein exakter Preis dransteht, wird auch nicht bezahlt. Und das ohne schlechtes Gewissen.
    Kann man auch sehr gut im Ausland sehen, wo die Deutschen generell als trinkgeldgeizig verschrien sind. Dabei können es sich die meisten einfach nicht vorstellen, daß die Putzfrau im Hotel vom Trinkgeld lebt und leben muß.

    Als Fazit: Mach es so wie Sergej Müller mit seinem wpSEO. Leg einen Preis fest.
    Ist dein Plugin ein echter Mehrwert, dann werden die Nutzer auch dafür bezahlen.

  14. Tobias sagt:

    Wirklich toller Beitrag. Ich finde es auch wirklich beneidenswert, dass Du immer so viel Zeit und Energie reinsteckst.

    Beitrag Nummer 2 kenn ich sehr gut, denn ich habe auch schon das ein oder andere Plugin geschrieben. Meist entsteht es bei mir allerdings aus der Not, dass es die ein oder andere Lösung nicht gibt.

    Ähnlich wie bei Dir ist allerdings noch kein Cent geflossen. Ganz im Gegenteil. Es wird gemeckert und die Dienstleistung wie bei einem prof. Software-Haus erwartet.

    Wenn ich kurz darüber nachdenke, ist das allerdings nicht nur bei Software so. Auch bei Blogbeiträgen zu bestimmten Themen die einigen Menschen helfen sollen, wird erwartet, dass man die Sachen so erläutert, dass jeder Grundschüler sie versteht.

    Verstehst Du was ich meine?

  15. Ich fühle mit dir mit. Zwar bin ich selber kein Entwickler, aber diese Anspruchshaltung der Leute gegenüber allem und jedem kenne ich zur Genüge aus den verschiedenen Foren und von Plattformen, wo OS-Software angeboten wird.
    Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich mir diese Arbeit nicht machen würde - um der Anerkennung wegen. Ohne irgendwas zurückzukriegen grenzt das ja irgendwie schon an Selbstausbeutung. Dennoch brauchen wir Leute wie dich und trotz allem ist dieser Aspekt des Internets und der neuen Verteilungsgerechtigkeit, weil jeder auf das selbe Zugriff hat, ungeheuer wichtig und für die Gesamt-Entwicklung sehr fördernd. Allerdings müßen vorher die volkswirtschaftlichen Folgen der "Geiz-ist-geil"-Kampagnen aufgearbeitet werden, bevor deine/eure Arbeit die richtige Würdigung erfahren kann.

  16. tux. sagt:

    Ich spende nicht.
    Ich habe auch einen guten Grund dafür: PayPal.
    Einem derart untransparenten System würde ich niemals auch nur einen einzigen Cent anvertrauen. Auch im digitalen Zeitalter gehört eine gehörige Portion Vernunft in die Hirne der Menschen.

    Da ich aber durchaus freudig einige der Plugins hier nutze (und damit kein Geld verdiene, übrigens): Danke.
    (So, muss reichen ;-))

  17. ^Nicki^ sagt:

    Lieber Frank,

    Ich schätze Deinen Blog sehr, gerade wegen der vielen Lösungen und Plugins. Es ist schade zu lesen, dass so wenig Wertschätzung stattfindet, hätte ich niemals geglaubt. Ich spende genau aus den von Dir genannten Gründen - fertige passgenaue Lösungen ersparen mir viel Zeit. Erst recht wenn es um kommerzielle Projekte geht, dann ist ein Spende "Mindestdank". Ich spende auch hier wieder, versprochen. Alles Gute! Kopf hoch ... .

  18. Wirklich traurig und demotivierend ist nicht die Tatsache, dass das klitzekleine Spende-Schweinchen auch in der warmen Jahreszeit hungern muss, vielmehr was von den Nutzern der frei verfügbaren Plugins zurückkommt: Nein, es kommt kein NIX zurück, sondern nur Müll und negatives Feedback. Nicht dass es an der Software liegen würde (die meisten verstehen den Qulltext sowieso nicht) - nein. Viele vermissen bestimmte Funktionen und erwarten eine sofortige Umsetzung. Funktioniert etwas nicht, so wird nur geflucht oder böse Beiträge in eigenen Blogs verfasst, anstatt den Entwickler zu kontaktieren und ihn mit Informationen zu versorgen (schliesslich kann ein WordPress mit abweichenden "Störfaktoren" wie Serverumgebung, Theme und installierte Plugins initialisiert sein und somit die Funktionsweise der Erweiterung beeinträchtigt werden). 0,1 Prozent nimmt diese Möglichkeit wahr und verhilft dem Versionssprung.

    Sehr, sehr selten kommt ein trockenes Danke über die Kommentarfunktion. Würden Menschen und Medien zumindest nicht meckern, den Plugin-Autor in Form von Tutorials, Empfehlungen unterstützen und nicht alles in Frage stellen (geschweige von Desinformation der Leser, weil man als Redaktion selbst Null Ahnung hat und die Autoren noch weniger), wäre es schon sehr geholfen. Konstruktive Kritik? Ach, bitte, der Entwickler muss schon jede Kritik einstecken können, auch wenn sich diese unter die Gürtellinie bewegt. Hallo, wenn einem das Plugin nicht zusagt, dann lass es doch weiterhin dort liegen, wo du es gefunden hast. Sagt der Entwickler diesen freundlichen Satz dem aufgeregten Nutzer, schon gibt es Diskussionsstoff für die halbe Blogosphäre.

    Da fragt sich manch ein Programmierer: Muss ich das? Will ich das? Ich gebe mein Wissen preis; investiere Zeit, Geld, Geduld, Freizeit. Und was kommt zurück? Man baut sich dadurch keine Autorität auf, man kämpft um sie, um sie zu erhalten.

    Nein, im Geben sind die Deutschen nicht stark. Dafür aber im Nehmen, da sind wir Weltmeister. Anstatt das Land mit innovativer Software zu versorgen (ja, auch exzellente WordPress-Plugins gehören dazu), klauen wir uns Teile zusammen (ist doch viel einfacher und zeitsparender) ich bin doch nicht blöd mich hinzusetzen, stunden-, tage- und nächtelang zu forschen und noch nicht da gewesene Lösungen zu entwickeln. Oder, falls nicht in der Lage, die Entwicklung solcher zu unterstützen - in welcher Form ist sekundär.

    Doch leider, egal wie oft man das Thema anspricht, es wird einfach nicht besser. Und so führt es auch dazu, dass ein oder anderer Programmierer freier Software sich zurückzieht und Softwarelösungen - unabhängig davon wie geil sie sind - nur intern einsetzt und nicht mehr öffentlich verfügbar macht. Man möchte sich damit nur Ärger sparen, von der Freude, dem Respekt und dem "Geben-Nehmen"-Prinzip ganz abgesehen...

  19. Wolf Larsen sagt:

    Ich bin noch nicht lange WPler. Aber einer der ersten Namen, den man da kennen lernt, ist Bültge. Der hat quasi eine Art Adelstitel und Heldenstatus bei der WP-Gemeinde. Blog-Berühmt, aber nicht reich geworden. Er wundert sich, warum kostenlos angebotene Downloads angenommen werden und trauert dann öffentlich über ein gewisses Unvermögen, für Arbeit auch einen bestimmten Preis zu verlangen. Vielleicht hat er auch von Anfang an versäumt, sich um eine Gegenleistung einen Kopf zu machen. Was ist, wenn das Plugin Erfolg hat und es viele einsetzen? Was ist, wenn andere meine Arbeit weiterverkaufen und damit Geld machen? Habe ich dann noch wirklich Freude am Entwickeln und an der Gemeinschaft? Oder habe ich insgeheim gehofft, etwas Geld damit zu machen? Irgendwo da drin liegt der Hund begraben. Andere gehen es gleich anders an: wpSEO habe ich sofort gekauft, aus dem Stehgreif. Ein in sich geschlossenen Produkt, preiswert, aktiv entwickelt, der Autor ansprechbar. Recht gutes Selbst-Marketing, könnte man sagen. Wenn NextGen-Gallery Geld kosten würde, würde ich sie auch kaufen. Vielleicht wird sie durch den Kaufanreiz noch besser und noch mehr Elan fließt rein. Mir kommt da der Gedanke mit den Warez-Seiten, die sich oft nicht lange halten. Da wird Illegales hochgeladen, dass die Kabel rauchen und nach einiger Zeit heißt es: Hach, keiner sagt danke, jetzt haben wir keine Lust mehr. Und Aus. Dasselbe passiert hier, nur legal: Keiner drückt auf mein „Lass-nen-Euro-rüber-Knöpfchen“ nun tu’ ich erstmal mosern und bisschen Wind machen und vielleicht schmeiß ich alles hin. Ich glaube, es ist wirklich wichtig, sich vorher einen Kopf zu machen, was man für faire Arbeit als Gegenleistung haben will. Dann ein in sich geschlossenes Produkt anbieten, nicht nur einen Code-Schnipsel und Verantwortung dafür übernehmen. Man muss die Hoffnung aufgeben, dass Leute aus freien Stücken etwas geben. Ich bin Freiberufler und kann über Hoffungen oder über „enttäuschte Erwartungshaltungen“ (hat man sehr oft im Leben, man ist der Meinung, jemand könnte doch mal dieses oder jenes Verhalten zeigen und dann passiert’s nicht) ganze Bücher füllen. Nichts erwarten und nichts erhoffen dafür aber klare Ansagen machen. Gelingt mir nicht immer und man fällt auch immer wieder mal hin oder wo rein. Jetzt ist die Situation halt etwas angespannt, weil Du noch keine Lösung hast und die „enttäuschte Erwartungshaltung“ an den Nerven zehrt. Aber vielleicht fällt Dir doch was Sinnvolles ein, womit alle leben können und Dein Talent entsprechend gewürdigt wird. Viel Erfolg!

  20. Robert sagt:

    Wenn du denkst, Spenden wären eine gerechte Gegenleistung für deine Arbeit, wirst du meiner Meinung nach immer frustriert sein - ganz einfach darum, weil du auf freiwilliger Basis nie und nimmer einen auch nur annähernd marktgerechten Stundensatz erreichen wirst.

    Nimm den Stress des Geldaspekts raus und genieße die soziale Komponente oder den Spass, den Softwareentwicklung an und für sich in guten Zeiten macht.

  21. Anonym sagt:

    Also, ich sage mal so: Ich finde natürlich gut, dass deine Plugins oder Tipps und Tricks mit WordPress öffentlich zugänglich sind, aber ich habe es nicht verlangt, und wärst du nicht, wäre jemand anderes da, der es anbietet. Sorry, ich weiß, dass hört sich nicht nett an und vielleicht zerstört es auch deine Motivation. Schade, falls es so ist.

    Aber so ist es doch. Natürlich nimmst du mir Arbeit ab, aber für Unternehmen und im Businessumfeld gelten andere Regeln. Es ist total egal, ob ein Plugin 10, 20 oder auch 100€ kostet, solange man sich auf die Weiterentwicklung verlassen kann. Deswegen habe ich auch gar kein Problem damit für wpseo zu zahlen. Ich würde auch für die anderen Plugins von Sergej bezahlen, weil ich mich drauf verlassen kann, dass er das weiterentwickelt. Vielleicht wäre ich sogar bereit monatlich/jährlich zu zahlen.

    Ich bin selbst Entwickler, und ich bin vor einigen Jahren hingegangen und habe meine komplette Software legalisiert. Ich habe alle Programme gekauft, die ich brauche. Weil ich der Meinung bin, dass die Entwicklung was Wert ist, aber du und DD32 und viele andere haben sich dazu entschlossen die Software ohne finanziellen (direkten) Ausgleich anzubieten.

    Und es ist totaler Quatsch, dass du kein Geld durch deine Entwicklung verdienst, oder willst du mir sagen, dass du keinerlei WordPressentwicklungsprojekte machst, die auf dich gestoßen sind durch deine Reputation durch dieses Blog. Sorry, aber wenn es so sein sollte, dann machst du echt was falsch. Ist ja gute Arbeit hier, die durchaus für dich spricht.

    Also, lange Rede kurzer Sinn: Du hast dich für GPL entschieden, und jetzt brauchst du dich nicht beschweren, dass niemand was zahlt. Open Source ist offen und du bist auch offen jeder Zeit aufzuhören, und genau das ist das Problem, warum die Leute nicht zahlen. Fies, ich weiß, aber so ist es.

  22. Blog Drauf sagt:

    Du weisst ja Frank: "Kein Tadel ist schon Lob genug!"

    Leider nehmen sich das hierzulande viele zu Herzen. Traurig!

  23. Ich persönlich verfolge die ganze GPL-Diskussion in letzter Zeit auch, aber mit recht gemichten Gefühlen. Genau wie bei Putzlowitsch und codestyling schreibe ich alle meine Plugins primär für den Eigengebrauch, und stelle sie dann online, damit andere sie auch nutzen können. Daher ist meine Situation vielleicht eine andere als bei anderen WP-Nutzern.

    Aus dieser Tatsache heraus steht bei mir seit jeher der Gedanke, dass ich mit meinen Contributions für WP nie mehr wollte und will als etwas für den Eigengebrauch mit dem netten Nebeneffekt, anderen Nutzern damit ebenfalls zu helfen. Meine "Anerkennung" und mein Geld verdiene ich in einem anderen Sektor, daher entwickle ich für WP recht frei und locker, ohne irgendwelchen Druck im Hintergrund. Freizeitbeschäftigung ist und soll eben Freizeitbeschäftigung bleiben. 🙂

    Von daher ist meine Meinung eine sehr subjektive, wenn ich sage, dass ich - über diesen Beitrag hinaus gehend! - die internationale Enttäuschung nicht verstehe, dass Matt keinen Bereich für kommerzielle Plugins auf wp.org einrichten will. Mir leuchtet bedingt ein, warum einige Pluginautoren der Meinung sind, dass sie ihre Plugins plötzlich am liebsten möglichst bald kostenpflichtig anbieten möchten, allerdings verstehe ich es nur bedingt, wenn man davon ausgehen kann, dass alle Kontributoren seit Jahren eben jenes System kostenfrei einsetzen, für das sie schreiben/entwickeln etc. Der plötzlich vermehrt vorherrschende Return on Investment-Gedanke ist das, was mich ein wenig traurig macht, da die Community seit Jahren knapp 6000 (!) Plugins geschrieben hat; völlig ungezwungen und ich denke, zum Großteil mit viel Spaß am Knobeln und Entwickeln. Warum soll dies plötzlich anders sein?

    Bei mir ist Letzteres nachwievor zu 100% vorhanden, vielleicht genau, wie gesagt, aus der Tatsache heraus, dass ich vorrangig für mich und meine Anforderungen Plugins und Services entwickle, und erst sekundär für andere.

    Sorry, dass das etwas über's Thema hinaus ging. Frank's Beitrag intendierte eine ganz andere Richtung als kommerzielle Plugins und GPL, aber es ist gewissermaßen auch eine Diskussion über die Theologie der GPL, daher habe ich mich hier mal ausgelassen. 🙂

    ps. Ein Danke hie und da höre ich aber natürlich auch ganz gerne. 😉 Da stimme ich Colin Percival voll und ganz zu.

  24. Nimue sagt:

    Als jemand, der mehr als einmal von deiner Hilfe profitiert hat, und dennoch (noch) nichts gespendet hat, möchte ich sagen warum.
    Der Grund ist einfach: immer zu wenig Geld. Ich gehöre zu den sogenannten "working poor", d. h. ich arbeite 50-60 Stunden die Woche und könnte trotzdem ohne die Unterstützung meiner Schwester weder ins Internet, noch telephonieren, noch einen eigenen Blog hosten.
    Es ist in der Tat sogar so, daß ich regelmäßig in der letzten Woche des Monats bei Toastbrot und Margarine als Hauptmahlzeit lande. Klar hätte ich zumindest mal einen Euronen übrig, aber da käme ich mir wirklich schäbig vor. Ich warte von Monat zu Monat darauf, daß genug übrig bleibt um den Leuten die mir helfen Kleinigkeiten zukommen zu lassen, aber das passiert einfach nicht. 🙁
    Das heißt aber nicht, daß ich nicht dankbar bin. Ich kann mich halt einfach "nur" bedanken.

  25. Monika sagt:

    Hi Frank ich versteh Dich sehr gut, habe ich solche Erfahrungen nicht im Programmierbereich, so doch im Bereich CSS und XHTML. Vielleicht ist der Weg den manche gehen: Wer mehr will, soll Clubbeitrag zahlen, der ehrlichere und wenig frustrierende .
    PayPal ist mein persönliches Problem, ich habe so ein Konto nicht und mag mir auch keines zulegen müssen. Click&Buy ist mir einfach lieber.

    Und auch rate Dir, werde teurer und stell den Hinweis sehr prominent dar. Manchmal muss sowas Klotzen -

    Und ja im deutschsprachigen *Deutschland* Raum ist die Mentalität eine andere wie zb in Amerika, bei den Briten oder den Asiaten. Da wird sich gegenseitig gelobt, promotet und gespendet.
    lg Dir

  26. Vielen Dank für eure Kommentare, eure Gedanken und Sichten.

    Zur weiteren Ergänzung einige Gedanken am Abend. Aber auch damit werde ich meine Ideale und Motivationen, Erwartungen und Ideen nicht darstellen können. Ich erwarte auch nicht das verständnis von allen Lesern oder gar die Zustimmung; aber mein Blog gibt mir die Möglichkeit einfach und schnell mit vielen Meinungen zu konsolidieren. Andere Meinungen zu lesen und auch zu diskutieren. Auch am letzten Wochenende haben wir das Thema viel erörtert und die Meinungen gehen sehr stark auseinander. Nicht immer findet man einen gemeinsamen Nenner, aber das muss auch nicht sein; aber man kann die andere Meinung respektieren und vielleicht seine Meinung ausweiten, erweitern. So habe ich es am Wochenende unter Freunden erfahren und nun trage ich meine Ideologie von Open Source nach Außen.

    Der Artikel ist nicht entstanden, weil ich Sach- oder Geldspenden möchte. Sergej trifft es in seinem Kommentar sehr gut; es ist das Feedback, ob Danke in Form eines Kommentars oder die Rückmeldung zu einem Plugin, zu einer Frage. Nutzt jede Form der Honorierung dem Autor von Lösungen, egal ob fertige Freunden oder in der Ehe auch, ohne Aufforderung dazu.

    Ich beziehe meine Kritik vorrangig auf Leute, die sich bedienen und diese Lösung weiter verkaufen. Es geht hier nicht um private kleine Blogs, sondern vorrangig um Businessanwendungen. Aber auch der kleine Mann kann Danke sagen, kann honorieren, nutze deine Möglichkeiten dazu, ob Link, Postkarte etc.

    Viele Plugins sind entstanden, weil man mich gefragt hat oder weil ich sie in der Vergangenheit benötigt habe, es sind nie Kundenlösungen, die ich ab und zu mache. Erarbeite ich ein Lösung für einen Kunden, dann ist das seine Lösung, mir bleibt aber das Wissen, was ich mir dabei erarbeite. Trotzdem behaupte ich, dass man nicht nur Lösungen oder Produkte frei gibt, die man selber einsetzt. Diverse Plugins beispielsweise sind entstanden, weil ich sie benötigt habe. Aber ich verändere mich und mit mir mein Blog. Daher behaupte ich, dass es auch bei Lösungen geben wird, die ihr jetzt als GPL frei gibt und selber einsetzt, damit ein Interesse an der Weiterentwicklung habt und dies tut. Aber bei der einen oder anderen Lösung kommt der Tag, dass man sie nicht mehr benötigt und dann nutzen sie aber immer noch andere Leute. Wie geht man damit um. Ich für meinen Teil pflege viele dieser Lösungen noch immer, gebe auch weiter Support auf Beiträge, die schon recht alt sind. Dabei habe ich aktuell ca. 900 Beiträge im Blog und es ist nicht immer einfach zeitnah zu antworten.

    Meine Motivation ist vorrangig das Knobeln, das Entwickeln von Lösungen. Das ist und war auch die Bestrebung in meinem Beruf. Dort lebe ich diese Berufung. Aber es macht mir ebenso Spass mit WordPress zu entwickeln, da WP leicht verständlich ist und man sehr gut erweitern kann. Ich tue es nie für Spenden oder andere Gegenleistung, es ist nur der Spass am Lernen.

    Aber widerspricht sich das mit einer Rückmeldung, einer Honorierung ?

    Warum ich keinen Preis festlege? Ich habe mit WordPress gelernt, meine Erfahrung steigt mit jeder Umsetzung und ich lerne von anderen - einer der größten Vorteile von Open Source aus meiner Sicht. Wer mich schon lange kennt, der weis was ich für Unterschiede mache, das spiegelt sich nicht nur im Quellcode wieder, auch in der Anforderung der Umsetzung. Dabei konnte ich viel von anderen Projekten lernen, sehe aber auch Fehler und Risiken, die ich dann besser machen will. Mein Lernprozess teile ich oft hier mit; es sind die Erfahrungen, die Rückmeldungen von Nutzern und Entwicklern, die ein Produkt besser machen. Daher kann ich nur immer wieder sagen, Rückmeldung, egal in welcher Form.

    Im übrigen, wenn man der Meinung ist, dass man eine Garantie hat, dass wenn man für ein Leistung bezahlt, dass man dann eine lebenslange Weiterentwicklung bekommt, dann behaupte ich, dass man damit falsch liegt. Das Produkt kauft man nur für jetzt und gleich, alles andere ist entweder explizit vereinbart oder Hoffnung dem Entwickler gegenüber. Lohnt es sich nicht oder es verschieben sich Prioritäten, dann stellt man es ein. Aber dazu nicht mehr.

    Für mich ist Open Source mehr als offener Quellcode und vielleicht sollte ich es wirklich einfach aufgeben, die Zeit anders nutzen, mich vermarkten, das Blog mit Werbung überhäufen und hoffen, dass es Andere machen.

    ... reicht für heute, es gibt ja andere Themen.

  27. Dirk sagt:

    Mal eine weitere Sicht eines Nutzers:
    Frank, Du hast sicherlich Recht mit dem was Du schreibst! Ich kann Dich verstehen und ich wundere mich auch nicht, dass es neben Premiumthemes, auch Premium Plugins gibt.
    Ich habe gerade damit angefangen, für zwei Kunden eine Webseite auf Basis von WP zu erstellen. Ich brauche hierfür Premiumthemes, die ich bezahle und mit eigener Leistung weiter entwickle. Dafür lass ich mich ja auch bezahlen. Nun sind das aber kein Großkunden wie Siemens. Ich spreche da mal offen von einem Kaminbauer und einer Buchhalterin, einem Verein, deren Seite ich sogar kostenlos pflege. Was bleibt da hängen, neben den ausgepreisten Dingen. Natürlich sollen auch die Plugins bezahlt werden, aber alles auf einmal geht nicht.
    Sergej ist ein netter Plugin-Autor, engagiert sich für die WP-Community, schreibt eine Antispam Bee, Antivirus und WPSeo. Es gibt eine Menge SEO Plugins. Das von Sergej hat mir gefallen und da es stets weiterentwickelt wird, fiel es mir sofort ins Auge. Eine Alternative zu Askimet musste her. Ich habe mich entschlossen, die Developer-Edition zu kaufen. Das Geld hat er sich verdient. Natürlich, wäre es eine Kundenarbeit gewesen, wäre sie deutlich teurer gekommen. Hier soll es die Masse machen. Ich wünsche ihm, dass die Masse auch mitmacht, denn es lohnt sich.
    Frank, Deine Tipps und Deine Plugins sind der Hammer! Ich habe Dir gerade Geld überwiesen, denn Du hast einfach Recht! Entschuldige bitte, dass es eines Ruckes bedarf. Ich sehe das auch nicht als Spende, wie Du es schreibst, sondern als Zeichen der Anerkennung! Bitte mache weiter so!

  28. dass man eine Garantie hat, dass wenn man für ein Leistung bezahlt

    Absolut richtig, Frank. Eine lebenslange Garantie auf Weiterentwicklung kann keiner geben, nicht mal ich mit meinen 18 😉

    dass es Andere machen

    Keiner wird es sonst machen, denn da wären wir wieder beim Thema "Geben und nehmen". Qualität liegt heutzutage nicht einfach so auf der Strasse, jemand muss sie absichtlich dahin legen. Wer macht es schon freiwillig? Ich behaupte mal: Keiner!

  29. Henning sagt:

    Hallo Frank,

    ich kenne denselben Frust aus einem ganz anderen Lebensbereich. Ich arbeite seit 15 Jahren als Coach, Seminarleiter und seit einigen Jahren als Paarberater. In meiner inspirierten Zeit (das heißt in den ersten 3-5 Jahren) habe ich immer wieder Versuche gemacht, eine andere Kultur zu pflegen: Einkommensabhängige Bezahlung, Bezahlung nach eigener Einschätzung, Spenden etc. Wir haben auf diesem Weg nie (!) auch nur annähernd eine faire Bezahlung
    bekommen.

    Ich habe das Phänomen Spende dann noch in anderem Zusammenhang beobachtet, wo es völlig absurd wurde. Eine Zeit lang bin ich zu verschiedenen spirituellen Lehrern gegangen, die Veranstaltungen namens Satsang abgehalten haben. Manche waren gut, andere langweilig. Alle haben versucht per Spende zu arbeiten. Alle haben es über kurz oder lang sein gelassen. Nicht ohne ulkige Blüten zu treiben: Zuerst gab es die Bitte um eine Spende, dann gab es eine "empfohlene Spende" und zum Schluss Eintreiber, die geschimpft haben, wenn die "empfohlene Spende" nicht gezahlt wurde.

    An einem Punkt in meiner eigenen Entwicklung musste ich einsehen, dass mein Idealismus die Lebenshaltungskosten nicht deckte. Da fiel die Entscheidung harte Preise zu machen und nun geschieht es mir ab und zu, dass mich Menschen anrufen und anmeckern, dass ich meine Dienstleistungen nicht umsonst anbiete. Schließlich hätten sie doch Probleme.

    Also: Open Source ist eine geniale Idee und seiner Zeit weit voraus. Mein Lob auf Open Source habe ich vor ein paar Jahren hier veröffentlicht: http://www.partnerwerk.de/persoenlichkeitsentwicklung/wie-man-einen-sechser-im-lotto-gewinnt/

  30. Webrocker sagt:

    word. ich kann mich an einige sehr lebhafte diskussionen mit kunden erinnern, "ja aber, ich denke das ist umsonst??", wenn ich einen "kleinen obulus für den entwickler" ins spiel gebracht habe. am schwierigsten ist es bei den kleinen bis mittleren projekten, bei grösseren kunden/etats ist auch das verständnis grösser.
    es gibt aber auch in der andern richtung probleme; so haben wir über mehrere tage/wochen versucht, den autor eines bestimmten wp-themes zu kontaktieren bezüglich der frage einer ungebrandeten nutzung des themes und der vergütung dafür.
    mail, web, profil - keinerlei reaktion. das ende vom lied; ich habe von null auf ein neues theme für den kunden gebaut, inklusive neuer abstimmung von design und so.

  31. Webrocker sagt:

    @4 tboley: Heisst das, Du hast myGallery beerdigt? Seit über einem Jahr oder noch länger hast Du Anfragen nach einer neuen Version in Deinem Blog teilweise ziemlich pampig mit (sinngemäss) "Ich habe auch och was anderes zu tun" (was niemand bezweifelt) oder "tschuldigung, dass ich auch mal im Urlaub bin" und ähnlichem beantwortet, und die Frager auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet, der aber nie kam. Versteh mich bitte icht falsch, ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du keinen Support oder eine Weiterentwicklung machen kannst/willst, und dass Dich das Fragen und die teilweisen auch echt unverschämten Forderungen "jetzt mach doch mal", "wann kommt denn nun endlich..." etc zu Recht nerven.
    Aber; es gab genug Anfragen und Angebote von Leuten, die die Weiterentwicklung von myGallery übernehmen wollten (wenn ich mich richtig erinnere); bei mir ist der Eindruck entstanden, Du wolltest das aber nicht aus der Hand geben und hast die Leute weiter auf "jaja, kommt ja noch irgendwann" vertröstet.
    Von daher wundert es mich nicht, dass das nextGen Ding irgendwann auftauchte. Ich habe mir das noch nicht angesehen, kann also nicht sagen, ob das ein klarer Rip-Off Deiner Galerie ist - es scheint aber, im Gegensatz zu myGallery, aktiv weiterentwickelt zu werden. Wenn das Ganze natürlich auf einer geklauten Idee beruht, ist das scheisse.

    @Frank sorry für das Kommentar hijacking

  32. StoiBär sagt:

    Ich glaub, das läßt sich nicht auf die Programmierszene beschränken. Letztendlich ist es das Gleiche, wie bei jedem, der ehrenamtlich etwas macht. Jeder, der sich in einem Sport-, Feuerwehr-, Karnicklzüchter- oder Gartenbauverein engagiert, dem geht es genauso. Als "Internetpressewart" im Sportvereinkann ich ein Lied davon singen, wie dumm man sich mitunter anreden lassen muss, weil man zum letzten Sportevent noch keinen Beitrag online gestellt hat. Dazu hoste ich dann noch die Seite kostenlos. Was übrigbleibt ist ein kleines "Das machst Du schon schön" vom Vereinsvorstand auf der Jahreshauptversammlung.

    Übrigens gibt es auch genügend PayPal-Verweigerer. Ich gehöre auch dazu.

    Vielen Dank für Deine tolle Arbeit.

  33. Hallo Frank!

    Dein Artikel ist mal wieder ein guter Diskussions- und Nachdenkstoff. Danke vorab dafür und thematisch immer wieder notwendig. Die Probleme die dahinter stecken sind insgesamt ziemlich kompliziert. Einerseits geht darum sich ständig mit neuer Energie zu versorgen. Man braucht Motivation, Antrieb. Feedback liefert dies - ob via Spendenbutton oder Kommentar. Das ist der Treibstoff der Entwickler, sofern mal lange und weit fahren willen.

    Ne andere Sache ist ne "Gerechtigkeitssache". In Deutschland ist geiz geil, Profit steht über allem und wenn ich als Unternehmen was für free kriegen kann, nehm ich es auch für free. Freiwillig bezahlen? "Da wärst du doch doof" denken viele. "Deutsche Hirne" ticken da leider zu oft so. Andererseits glaub ich aber, das wenn etwas aber etwas kostet, es gut ist, man auch dafür bereit ist zu zahlen. Ich merk das an meinem eigenen Verhalten: Wenn ich etwas einkaufen muss (Software, WP-Plugins) mach ich das. Wenn es auf Spendenbasis ist, drück ich den Button viel viel viel seltener.

    Ich glaube nicht mehr daran die Kultur zu ändern. Das Problem wird weiter exisitieren - du kannst versuchen nur etwas zu ändern. Download deiner Plugins nur nach 1-Euro-Spende. Download nur nach aussfüllen eines Feedback-Formulares. Klare Lizenzen vergeben - free im privaten Bereich, gegen Kohle im business. Das sind nur ein paar Ideen - es gibt da vielfältige Möglichkeiten, die sicherlich eines längeren Nachdenkens und Abwägens bedürfen (Steuerkrams, Bezahllizens & Updates, usw. usf.) und dann kommt noch WP selbst mit seiner Lizenz und dem offiziellen Plugin-Verzeichnis (sag nur Premium-Themes und deren Listung). Aber es gibt Möglichkeiten und es gibt auch eine "Markt" (Agenturen die auch zahlen). Nur musst du glaub ich die Lösung anbieten - sonst wird sich leider nix ändern. Freiwillig zumindest nicht.

    Trotzdem einen weiterhin schönen Sommer!
    Gruss. M

  34. Claudia sagt:

    Hi Frank,

    dein Frust wundert mich nicht. Du machst tolle Sachen, die für viele nützlich sind und bekommst nicht genug zurück. Apelle wie dieser Artikel werden daran nicht viel ändern, denk aber auch mal über deine eigene Motivation nach, WARUM du kostenlos für Andere arbeitest, wenn du ein Plugin nicht mal selber brauchst.

    Mit einem klaren Preis geht man Verbindlichkeiten ein, die man mit kostenloser Leistung vermeidet: man ist der/die Gute, die aus freien Stücken etwas an die Welt verschenkt - und einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul! Der Beschenkte schuldet seinen Dank, hat aber keine Rechte, etwas zu fordern: etwa die Anpassung auf seine spezifischen Bedingungen, den persönl. Support etc. Auch Kritik wird nicht viel kommen, bzw. man kann darauf immer mit dem Hinweis auf die eigene Nonkommerzialität reagieren: wer kein Geld nimmt, ist zu nichts verpflichtet.

    Dass du diese Leistungen oft dennoch erbringst, ändert nichts: Du MUSST ja nicht und in dieser Haltung ist es ein anderes Arbeiten als wenn du zur Nachbesserung oder zum Support VERPFLICHTET bist.

    Ich spreche da aus eigener Erfahrung mit kostenlosen Leistungen auf anderen Sektoren - im Grunde war ich es selbst, die vermeiden wollte, klare Leistungsbeziehungen zu begründen und damit in der Pflicht zu sein.

    Wege aus dem Unmut gibt es nur zwei: Honorierung oder das Aufgeben jeglicher Erwartung einer Gegenleistung (=Arbeit nur noch für mich selbst bzw. im Rahmen eigener Interessen).

    Abgesehen davon empfehle ich dir dringend, den "1-Euro-Spendenbutton" in einen 10-Euro-Button zu verwandeln!! 1 Euro ist einfach nicht genug, ist ein Lacher angesichts der Nützlichkeit, wenn man so ein Plugin grade wirklich braucht. Es erinnert an die Schnorrer auf den Straßen ("Haste mal'n Euro?") und vermittelt den Eindruck, dass du selber deine Arbeit nicht wertschätzt. Und der potenzielle Spender denkt sich auch: naja, EINEN Euro haben oder nicht haben, das macht doch kaum einen Unterschied...

    Spender muss man MOTIVIEREN, indem man ihnen klar vermittelt, wie wichtig und hilfreich ihre Spende ist. Vor Jahren hab ich mir mal in einer finanziell schwierigen Lage Digital Diary-Artikel von Lesern sponsern lassen, das fing bei 10 Euro an und ging bis 100 - die meisten zahlten 30 bis 50. Und es kam binnen zwei, drei Monaten tatsächlich ein relevanter Beitrag zustande, der mir gut geholfen hat. Hier war die Motivation "hey Leute, ich brauche grade mal dringend Geld!" - und es hat geklappt. Anerkennung lag natürlich auch darin, denn hätte ich diese Leser nicht schon Jahre lang mit kostenlosen Artikeln erfreut, hätten sie nicht gespendet: an Fremde zahlt man nicht oder nur selten für Content.

    Auch du könntest die Motivation der Spender intensiver forcieren - ich wünsch dir gutes Gelingen, egal, für welchen Weg du dich entscheidest.

  35. Chris sagt:

    Hi Frank,
    ich kann Dich vollkommen verstehen. Ich selber bin zwar kein Entwickler, aber die Anspruchshaltung der Leute gegenüber allem und jedem kenne ich zur Genüge. Leider Leben wir in einer ICH-Gesellschaft. Und ich fürchte, dass dieses auch nicht besser werden wird. In den letzten Monaten habe ich in unzähligen Blogs vermehrt feststellen müssen, das sich noch nicht mal für ein Artikel, geschweige denn, ein Plugin oder Theme bedankt wird. Es wird einfach nur benutzt, und fertig. Viele nehmen sich einfach keine Zeit mehr sich mit dem jeweiligen Projekt auseinander zu setzen. Warum auch? Dank Microblogging, Rss-Feeds wird schnell was angeklickt, runtergeladen, fertig. Zu der ICH-Generation kommt leider noch die schnelllebige Zeit dazu.

  36. @Frank:
    Deine Unterstützung habe ich immer geschätzt und mich dafür auch bedankt. Leider kenne ich das Problem nur zu gut.

    Ich beschäftige mich seit über 8 Jahren mit SEO/SEM und dann kommen Leute in die Branche, die einen akademischen Grad haben in Volkswirtschaft, BWL oder Physik und wollen dir etwas von Suchmaschinenoptimierung und Online Marketing erzählen, haben aber in ihrem Leben keine einzige Website erstellt.
    Die waren Cracks bleiben auf der Strecke und dann gibts so Pseudo SEOS die mit halbnackten Frauen und dicken AMI Schlitten Online-Kampagnen schalten. Kein Wunder, dass die SEO Branche in Verruf kommt.
    Sicherlich mag in vielen Bereichen das Prinzip Sex Sales herrschen, aber bitte laßt SEO und Online Marketing damit zufrieden.
    Das reicht schon beim verkackten Magnum Eis und anderen Produkten.
    Ich habe seit über einem Jahr einen kostenfreien Blog zur Aufklärung und Warnung über Abzocke im Internet, Internetbetrug etc. pp
    Bin auch relativ gut in den Google SERPS vertreten und habe dieses Blog mit WordPress gemacht. Ein wenig Werbung verkauft für ca. 100,-- € das wars. Sonst zahlt keiner für die Infos auch keine Spende.
    Die Abzocker, von denen Ulrich Meyer in Akte09 berichtet schieben sich im Har bis zu 8 Millionen € rein und mehr.
    Das dazu.
    Wir wollen ja alle nicht reich werden, aber 500-1000 € sollten doch im Monat zusätzlich drin sein.
    Ach so, Herr S. Müller: Wieso klagen Sie denn? Ihr wpseo Plugin kostet doch grundlegend Geld. Sorry, aber das musste sein.
    Wir wissen doch alle, wer von dieser ganzen Sache am Meisten partizipiert!
    Wir müssen uns einfach bewusst machen, dass wir vieles zu sehr aufblähen und diesen künstlich erschaffenen Dingen (WEB) zuviel Macht über unseren Geist geben, im Sinne einer Abhängigkeit.
    Wie kann es ein, dass plötzlich Twitter, Facebook, YouTube etc. und andere Web 2.0 Communities Hunderte von Millionen U$ benötigen und bis heute kein Geld verdient haben?
    Wir wissen doch alle, wer von dieser ganzen Sache am Meisten partizipiert!
    Wir dürfen uns von Konzernen nicht ausbeuten lassen!!!
    Fragt doch die Suchmaschine Eures Vertrauens! Die machen Milliarden Gewinne und entlassen aber Leute. Sehr sozial.
    Warum bekommt ein Fuzzee, der in Hollywood im Blue-/Green Screen rum hupft für eine Rolle bis zu 20-30 Millionen U$?
    Warum bekommt jemand, der sich in einen Rennwagen setzt und 60 Runden irgendwo auf der Welt dreht und mehrfacher Weltmeister wird Hunderte Millionen Euros?
    Stell dir mal folgende Fragen:
    1.) Was hast du davon?
    2.) Woher bzw. von WEM bekommen die Beispiele von Oben Ihr Geld?

    Mein Buch-TIPP:
    Die Prophezeiungen von Celestine von James Redfield
    Wie oben, so unten (Das Kybalion) von Doreen Virtue
    Freiheit im Geiste (Jiddu Krishnamurti)
    Viel Erfolg zusammen!

  37. Leo Lezner sagt:

    In meinem alten Blog haben sich nur 4-5 für meine Module zu XT:Commerce mit Spende bedankt. Die meisten haben nicht mal Danke gesagt. Viele kamen mit irgendwelchen Sachen, die Ihnen nicht passen und ich sie ändern soll. Zuletzt hat sich auch einer in den Kommentaren beschwert, dass ich nicht alle Fragen und Anregungen benatworte, die Kommentiert werden. Einer verkauft sogar fröhlich mein Shop-Modul (unter GPL halt) auf seiner Seite.

    Wenn man mühsam geschriebene Skripte frei anbietet, glauben die meisten Besucher, dass du dazu verpflichtet bist, alles zu machen, was sie wollen.

    Und nebenbei: Wieviele anständige Menschen begreifen, dass man Software nicht klauen darf? Wieviele User benutzen eine Raubkopie von Photoshop und Co.? "Was? Kaufen? Kann man doch runterladen!" Wie kann man dann erwarten, dass sich jemand für eine kostenlose Sache was zahlt. Die Erkenntniss, dass Software genau so ein Gut wie Ziegelsteine ist, deren Herstellung bezahlt werden soll, hat bisher wenige erreicht.

  38. Ach so. Herr A. Schlosser: Weil ich das Recht dazu habe. Weil ich zahlreiche kostenlose Plugins entwickle und mich durch das Thema angesprochen fühle. Und als Krönung: Auf solche Typen wie Sie Null Bock habe, weil Sie mit ihren besserwisserischen Meinung mehr kaputt machen und darum geht es hier auch. Das musste jetzt mal auch sein. Null Hintergrundwissen, dafür die Klappe groß aufreissen.

    Machen Sie selbst mal was und stellen es kostenlos und als OpenSource den anderen zur Verfügung. Und das paar Jahre hintereinander. Dann reden wir wieder. So etwas nervt, echt.

  39. Fabian sagt:

    also,

    wie bereits angesprochen fehlt im netz ein finanzsystem, das easy, transparent und schnell funktioniert - also nicht wie paypal.

    mich persönlich hält das ehrlich gesagt schon sehr oft davon ab, etwas zu spenden. facebook plant ja (soweit ich weiß) etwas in der richtung. außerdem habe ich mich grad gefragt, wie es in der beziehung mit amazon aussieht bzw. ob man dort z.B. einen plugin ins angebot stellen könnte...

    das zweite ist der support. ich würde eher dazu übergehen, etwas rauszuhauen, den support aber an eine spende zu knüpfen. einerseits können so leute das werk weiterentwickeln, die irgendetwas stört...das ganze bleibt also frei. zum andern können die nörgler, die nichts geben wollen, sich eben auch nicht beschweren.

    einziger haken ist natürlich, wie weit der support in einem solchen fall gehen soll. hat jemand, der sagen wir 15 euro spendet, anrecht (also moralisch meine ich) auf einen anständigen und professionellen support? wie sieht es mit leuten aus, die das aus zeitlichen gründen nicht stemmen können?

    bei open source nehme ich in kauf, dass mein rechner an einer bestimmten stelle abschmiert, es keine shortcuts gibt, und die gui an win 95 erinnert und ich - wenn möglich - noch selbst hand anlege. bei einem gekauften produkt würde ich das nie tun.

    umgekehrt ist das netz voll von schrott, für den ich nicht einen cent spenden würde...auch wenn sich der entwickler sehr viel mühe gegeben hat. denn am ende zählt die funktionalität.

    deshalb sollten sich meiner meinung nach sowohl user als auch entwickler in demut üben. erstere, weil sie etwas frei nutzen und verändern können, aber auch letztere, weil sie ein kostenloses testlabor und anregungen (manchmal sogar durch ganze foren) bekommen.

    das einzige, was meiner meinung nach konsensfähig sein muss ist die entscheidung des entwicklers, das ganze irgendwann bei entsprechender "marktreife" kommerziell zu betreiben.

  40. mydarktime sagt:

    vorweg: ich kann deinen ärger nachvollziehen und es würde mich sicher auch stören, wenn ich an deiner stelle wäre. es ist denke ich immer wichtig zu wissen wofür man die dinge macht. ich für meine person mache eigentlich nach möglichkeit nur, was mich selber interessiert, habe eine internetseite, die von meinen freunden und bekannten, aber sonst niemandem besucht wird und von daher auch wahrscheinlich nicht nicht die ahnung davon, was passiert, wenn man auf spenden hofft. ich nutze generell so wenig plugins wie möglich, damit es mir nicht zu unübersichtlich wird und versuche möglichst viel selber zu machen.

    mein lohn (für dinge, die ich ohne festen preis mache), über den ich mich immer wie ein kleines kind freue, ist die dankbarkeit meiner mitmenschen, wenn ich zum beispiel für die seite vom fußballverein etwas neues gemacht habe usw. ich freue mich auch immer, wenn ich meine bilder etc. irgendwo mit einem hinweis auf mich selber rezensiert finde von menschen, die ich nicht kenne.

    ich muss aber auch gestehen, dass ich bisher noch nichts gespendet habe für leute, die plugins geschrieben haben, die ich im laufe der jahre genutzt habe. gedenke dies aber zu ändern, sobald ich die ersten werbeeinahmen von ein paar kleineren privaten projekten auf meinem konto vorfinde. zwar wird damit sicher auch niemand reich (ich weiß de fakto selber nicht, ob es sich überhaupt lohnen wird und warte im moment geduldig auf die abrechnung) aber vielleicht lächelt am ende ein unbekannter, wenn er eine kleine überweisung sieht.

    vielleicht ist es so auch einfach der falsche weg, wenn man keine handhabung hat, sollte jemand die eigene arbeit für sein kommerzielles projekt missbrauchen und geld damit verdienen. zumindest dann wäre es doch eigentlich obligatorisch, wenn ich dem ersteller des plugins einen kleinen obolus entrichte oder nicht?

  41. david sagt:

    ..man soll seine perlen nicht vor die säue werfen..so hiess es doch. (denn die säue zertrampeln die pelrlen und greifen an)..
    eventuell sollte man die alte "schutzgebühr"-kultur wieder bestärken, bei der kataloge, infos,freie proben und anderes begehrenswertes aber eigentlich preisloses, per schutzgebühr vor der mitnahme-gier der leute geschützt wird.
    überweise ich auch nur 50 cent per paypal, nehme ich die sache ernster, als wenn ich sie einfach minehmen kann..

    hier ein passendes link von einem der kein bock mehr auf firefoxuser hat:

    Official resignation from the Sage-Too project

  42. erz sagt:

    Auch ich wünschte mir ein anderes Bezahlsystem. Das ist eine unglaublich hohe Hürde für Spenden.

    Ich bemühe mich regelmäßig, wenigstens durch konstruktives Feedback den Entwicklern der Plugins etwas zurück zu geben, also mal eine ausgiebigere Fehlersuche zu betreiben. Das ist sicher noch ausbaufähig, aber wenigstens ist der Wille da, den dann leider zu wenige Entwickler auch sehen dürfen. Vielen Dank für deine Zeit Frank!

    Die nichtkommerzielle Nutzung der Plugins wiederum können die Coder ja auch als "geben" sehen. Wenn weniger technikaffine WordPressnutzer ihr Herzblut und ihre Zeit in gute Posts investieren ist das schließlich auch euren Plugins zu verdanken und vielleicht kommen da ja auch "wertige" Beiträge an die Netzgemeinde bei heraus.

    Das immer wieder genannte Frustrationsmoment, dass Plugins im kommerziellen Umfeld ohne Dank verwendet werden... Mal ganz im Ernst, warum GPL? Wenn ich dem Andere-Arbeiten-Lassen-Prinzip auch noch Vorschub leiste, in dem ich meine Wertschöpfung gratis anbiete, muss ich mich nicht wundern, wenn gewisse Elemente das weidlich nutzen. Das ist deren Geschäftsgrundlage. Ich fürchte also, dass du in dem Punkt eine Grundsatzproblematik der Lizenz berührst. Entweder die Wertschätzung der nichtkommerziellen Nutzer verschafft dir so viel Genugtuung, dass dir die Abschöpfer egal sind oder die GPL ist nichts für dich.

    Ich persönlich habe mir geschworen, dass ich von jedem Euro, den ich mit der Arbeit anderer Leute verdiene, einen Teil zurückfließen lassen werde. Aber ich veröffentliche meine Inhalte trotzdem nur frei zur nichtkommerziellen Nutzung, damit ich auf den Goodwill von Profiteuren nicht angewiesen bin.

  43. Paul sagt:

    Du hast zwar Recht, dennoch denke ich wer das große Publikum erreichen will muss es kostenlos anbieten. Zusatzmodule sind die einzige "wirkliche" Einnahmequelle. So wie Autoren das erste Buch fast verschenken, wird die zweite Auflage teuer an den Mann gebracht.

  44. woolf sagt:

    ein netter artikel zum thema über die spendefreudigkeit von amerikanern... http://www.datum.at/0509/stories/die-guten-milliardaere/

  45. Marius Müller sagt:

    Ich spende nicht weil ich nicht kann bzw. darf.
    Als Schüler ist man halt meistens Pleite, aber das ist nicht das Problem:
    PayPal (und die meisten anderen Bezahlsysteme) sind erst ab 18...
    Viele junge Leute sind die Zielgruppe aber haben aus juristischer Sicht kaum Möglichkeiten sich zu bedanken.
    Ein Euro würden die meisten sicher gerne geben, aber das geht ja nicht, und ein Kommentar mit Dank usw. dauert immer so lange...

    Mit besten Grüßen und vielen Dank an alle die für die gesamte Gemeinschaft ihre Zeit aufopfern, Marius Müller

    PS: Ich habe auch überlegt eigene "Werke" unter CC-Lizenz oder OS als Freebies auf mariusmüller.de anzubieten, jedoch möchte ich meine Sachen auch sicher und gewürdigt sehen - und das ist das Problem einer copy&paste Gesellschaft.Nicht nur im Web, sondern auch im realen Leben.

  46. niffi sagt:

    Ich hoffe jeder der hier sein Mitleid bekundet hat, hat jetzt im Nachgang auch etwas gespendet! Oder?!

    Ich seh es allerdings wie Guido in seinem ersten Post! Wenn es kostenlos ist, ist es kostenlos! Ich zahle gern für gute Software und gute Plugins, auch gern mal etwas mehr. Aber irgendwie versteh ich Eure Sicht trotzdem nicht, denn im Grunde liest es sich ja schon so raus das ihr gönnerhaft GPL Plugins schreibt, dann aber trotzdem hofft eine Spende zu bekommen, letztlich ist GPL dann sinnfrei weil ihr für Eure Leistung einen finanziellen Gegenwert erhaltet, auch wenn der sicherlich nicht im Verhältnis zu Euer Arbeit steht. Das mag sein. Ich programmiere seit über 10 Jahren und mach das immernoch weils Spass macht.

    Auf der anderen Seite - möchte da keinem zu nahe treten - gibt es unzählige kleine Programmierer die im Grunde das Rad x-mal neu erfinden, ich als "Verbraucher" habe somit die große Auswahl und muss nicht das Plugin von X oder Y nutzen, und wenn Typ X sein Plugin für Geld bereitstellt ich das gleiche Plugin von Typ Y umsonst (GPL) bekomme, ist klar was ich dann nutzen werde, oder? Heute muss halt jeder sehen wie er seinen Arsch an die Wand bekommt. Wenn ihr eine Spende oder Geld haben wollt, dann stellt die Tools nicht kostenfrei ins Netz! Wenn Eure Tools wirklich brauchbare und unverzichtbare Qualitäten aufweisen wird man dafür auch etwas zahlen - zumindest seh ich das so.

    Tut mir leid, aber der Beitrag von Frank wirkt für mich irgendwie Scheinheilig, denn er muss ja nichts kostenfrei ins Web stellen.

  47. Tobi sagt:

    Ich kann dir nur ans Herz legen nicht zu resignieren. Es wäre einfach schade wenn du die Ideale von Open Source über Board würfst. Oftmals ist es bei Menschen so das sie immer nach größeren und mehr streben und garnicht so richtig sehen was sie überhaupt schon erreicht haben. Es ist wunderbar das es solche Entwickler wie dich gibt, vorallem einer der auf deutsch schreibt! Mit deiner Wut musst du wohl leben müssen, ich kann mich auch wunderbar in dich hinein versetzen. Viel wichtiger ist was du erreicht hast und das ist viel mehr Wert als belangloses Geld, es ist DEIN NAME der in aller Munde ist!

  48. Peter sagt:

    Das Problem ist hinlänglich bekannt, es gibt OpenSource im web und das kostet nix. Deshalb ist keiner bereit, mal einen EUR etc. zu spenden.

    was ich aber wirklich nicht verstehe, ist die Tatsache, das dieses Blog derart gut besucht wird und schon allein deshalb über Goggle Adsence montatlich locker über 2000 EUR so nebenher einnehmen könnte. Und das auch noch mit minimalem Einsatz. Warum ist Werbung eigentlich in den eigenen Seiten so verpönt? Hast du was zu verschenken? Glaubst Du immer noch an das Gute im Menschen?

    ich nicht mehr...

  49. Nachgeblogt sagt:

    Wofür macht man etwas kostenlos? Die Fragen sollte sich jeder immer wieder stellen. Man erntet durchaus etwas für seine Mühe auch wenn es kein Geld ist. Aber man erntet die Freude von anderen Menschen die das was Ihr ihnen anbietet nicht können.

    Genauso würdet Ihr diese Sachen kostenlos bekommen wenn ihr es nicht könntet, so ist das nunmal wenn man etwas für lau anbietet.

    Ich bin selbst ein großer Freund von Open Source, leider habe ich keine Ahnung vom Programmieren aber mit meiner Webseite zb. verdiene ich keinen Cent. Ich könnt Werbung draufhauen, mache ich aber nicht...und wieso? Weil ich Spaß daran habe, dass andere Spaß haben und genau dafür mache ich mir die Arbeit.

    Ich bin auch der festen Überzeugung das wenn man was gutes tut auch etwas gutes irgendwann zurück kommt.

    Denkt mal drüber nach...

  50. Peter sagt:

    Zitat
    Ich könnt Werbung draufhauen, mache ich aber nicht...und wieso? Weil ich Spaß daran habe, dass andere Spaß haben und genau dafür mache ich mir die Arbeit.
    Zitatende

    Dann darf man sich aber nicht darüber beschweren, das in Deutschland so wenige geben, eher nehmen...

    Ich gebe auch gern und häufig für lau. aber in nun fast 40 Berufsjahren, davon 2/3 als selbständiger Unternehmer habe ich festgestellt, das ich eher ausgenutzt werde, als das man meine kostenlose Dienstleistung in irgendeiner Form mit Geld belohnt.

    Und wenn der Blogbetreiber keinen Job in der freien Wirtschaft hätte, würde er auch nicht für lau sein wissen zur Verfügung stellen.

    Daher gilt für mich immer: Es ist keine Schande, Werbung zu schalten, um damit zusätzliches Geld zu verdienen.

    in der Schule war mein Lieblingsgedicht immer:
    Schnapp Austern und Dukaten, Du musst doch sterben, da lachen die Erben und freuen sich die Maden...

  51. Nachgeblogt sagt:

    @Peter

    Ich habe zb. im Moment keinen Job in der freien Wirtschaft, biete meine Interviews etc. aber dennoch kostenlos an ohne Werbung etc.

    Man muss einfach sehen wofür man etwas macht bzw. was die Beweggründe sind etwas zu machen. Macht man es weil man es kann, weil man Zeit hat und weil man anderen eine Freude machen will oder macht man etwas weil man sich dadurch etwas erhofft zb. Finanziell. Wenn zweiteres zutrifft wird ersteres oft nicht gut genug gemacht.

  52. niffi sagt:

    @Nachgeblogt

    Warum sollte Dir auch jemand was für diese Interviews bezahlen? Letztlich sind sie doch der Grund dein WebSite überhaupt zu besuchen. Interviews und dergleichen kann ich doch überall lesen, warum also dafür was bezahlen?

    Werbung find ich auf der eigenen Seite auch legitim. Wenn es optisch nicht das Bild zerstört und man trotzdem den Inhalt gut lesen ist es doch kein Problem. Nur übertreiben sollte man es vielleicht nicht.

  53. Monika sagt:

    @niffi
    in Printmedien zahlt jeder, damit er ein Interview lesen kann 😉
    also wieso auch nicht auf einem Blog?

    mal ums Eck gedacht

  54. Nachgeblogt sagt:

    @niffi
    Mein erster Satz war etwas missverständlich. Natürlich erwarte ich nicht das mir jemand etwas für meine Interviews zahlt. Da hatte ich mich etwas unglücklich ausgedrückt.

    Es geht ja um Werbung...

    Natürlich kommt es auf den Aufwand des Projektes an. Nehmen wir an du mietest einen Server lässt dir deine Grafiken oder dein CMS erstellen etc. dann musst du die Kosten wieder reinholen denn die Kosten sind dann wirklich Hoch.

    Was ich aber Hasse auf Webseiten sind: Wenn ich irgendeine Info suche und diese Info auf einer total blöden Webseite finde die kaum geplagt wird und voller Fehler ist und dann zusätzlich noch mit Werbung dann sieht man eben was der Betreiber bezweckt.

    Genausowenig mag ich Werbung auf Blogs. Denn die meissten werden Privat Betrieben und der Space für ne Domain mit etwas Space und unendlich Traffic kostet im Monat unter 10 EUR. Wenn man dort Werbung sieht dann ist der Betreiber eben auf eine schnelle Mark drauf aus und betreibt das Projekt nicht wirklich aus liebe.

    🙂

  55. niffi sagt:

    @Nachgeblogt

    Naja ich kann nur von mir ausgehen, meine Projekte laufen jetzt über viele Jahre und ich hab bisher immer draufgezahlt. Es ist mir aber egal, schließlich investiert man nunmal in sein Hobby und von diesem Hobby profitieren Bands, Agenturen, Labels und Veranstalter (ich betreibe ein Konzertportal). Wenn ich die meisten Meinungen hier dann richtig interpretiere sollte ich ja am besten auch jeden zur Kasse bitten der meinen Dienst nutzt und finanziell daraus etwas zieht.

    Wenn man seine WebSite noch auf nem Shared Server hat sind die Kosten wirklich ein Witz (unter 10 EUR wie du schon sagtest), wer also da noch argumentiert das er Werbung machen muss der Kosten wegen, lügt sich was vor, hehe...

    @monika: Kann man nicht vergleichen, weil dahinter ganz andere Institutionen stehen.

  56. Nachgeblogt sagt:

    @niffi

    So sehe ich das auch. Wir machen zwar was unterschiedliches aber werden dennoch belohnt für unser Hobby und unsere Arbeit genau wie bueltge auch.

    Denn durch unser Hobby machen wir einige Menschen glücklich die auf der Suche nach Informationen sind. Und das alleine ist in meinen Augen die Mühe schon Wert. Vor allem dann wenn man durchweg positive Resonanzen bekommt.

    Bei einem anderen Hobby zahlt man auch drauf, baut man zb. Modelle zusammen ist das definitiv teurer als einen Weblog zu betreiben und den einigen Spaß den man dann hat ist wenn man das Fertige Modell im Schrank begutachten kann...dann lieber für eine breite Masse was machen und auf sich selbst Stolz sein können.

    Ich hab mir mal ausgerechnet (Das kann man ja heutzutage über Statistiken ganz gut) was ich mit der einen oder anderen Werbung bei mir aufgrund meiner Besucherzahlen verdienen würde. Das wäre natürlich nicht unerheblich aber ich für mich würde dann ein scheiß gewissen haben das mir sagt "Du betrügst die Leute denn du machst das nichtmehr um zu Unterhalten sondern dem Geld zur Liebe"

    LG

  57. Luigi sagt:

    Danke das du mir die Augen geöffnet hast. Ich hätte volles Verständnis wenn du deine Tipps, Tricks und plugins aus dem Netz nimmst. Aber bitte mach das nicht, ohne dich wäre ich nie so weit gekommen mit meinem Blog.
    Sobald ich wieder etwas flüssiger bin (musste grad einen neuen PC anschaffen) werde ich mich auch endlich erkenntlich zeigen für deine Hilfe!

  58. GE sagt:

    Also ich verstehe diese ganze kostenlos-Mentalität sowieso nicht. So wie ich Dich verstehe, ärgert es Dich auch nicht, wenn ein privates Blog Deine Plugins usw. kostenlos nutzt. Du ärgerst Dich, wenn andere mit Deiner Arbeit Geld verdienen und nichts an Dich weiterfliessen lassen. Verständlich.

    Aber dann musst Du eben Deine Lizenzbedingungen entsprechend gestalten. Für privat, Schulen und gemeinnützige Vereine kostenlos, für den kommerziellen Einsatz muss eine Lizenzgebühr gezahlt werden. Ist doch gängige Praxis, OpenSource ist noch lange nicht kostenlos.

    Aber solange es WordPress und andere CMS vormachen, wird sich an dieser Mentalität auch nichts ändern.

    Ich zahle gerne Steuern, wenn ich weiss, dass mein Nachbar auch zahlt. Ich zahle gerne eine Lizenzgebühr, wenn ich weiss, dass mein Wettbewerber die auch zahlen muss.

    Spenden tu ich nix, solange ich davon ausgehen muss, dadurch einen Wettbewerbsnachteil gegenüber meinem Mitbewerber zu haben, der auch nicht spendet.

  59. Siegfried sagt:

    Ich nutze zwar weder WordPress noch zugehörige Plugins, aber was Deine Arbeit angeht: Respekt!
    Es ist allerdings ein sehr allgemeines und nicht auf die GPL oder Software beschränktes Problem: Wer von Etwas keine Ahnung hat, neigt dazu, das gewaltig zu unterschätzen.

  60. datenkind sagt:

    Habe mich heute in Form von zwei CDs erkenntlich gezeigt (endlich). Digg this.

    Aber Hauptsache, die Anerkennungsverweigerer machen den Hals auf. Da könnt ich nur noch kotzen. Als würde es Frank ums Finanzielle gehen – deutet nur auf die Missgunst einiger Zeitgenossen hin. Ein verdammtes DANKE FRANK würde fast schon reichen. Stattdessen wird Rumpelstilzchen parodiert.

    Dass, statt der moralischen Unterstützung, der Mammon als fadenscheinige Flüchtelei ausgereizt wird, zeigt nur, wie weit es mittlerweile eigentlich ist …

  61. datenkind sagt:

    PS: Diese „Flüchtelei“ bezog sich nicht auf Frank.

  62. Stefan Klose sagt:

    Es sind zwar schon vier Tage vergangen, aber das möchte ich noch kommentieren. Bisher nutze ich WordPress, jedoch keines deiner Plugins.

    Als Webdesigner steht die Arbeit mit CMS-Systemen und vor allem die ständige Erweiterung, Optimierung und regelmäßige Überprüfung weit vorne auf meiner Tagesordnung. Ich suche ein System, dass meinem Kunden passt, und erweitere es soweit wie möglich. Dabei ist es aber aus meiner Sicht wichtig, dass man nicht nur einzelne Codeschnippsel "zusammenklaubt", sondern auch ein Verständnis für das System entwickelt.

    Das ist aus meiner Sicht einer der Grundgedanken von Open Source, Verteilung von Wissen, learning by doing. Ich will nicht behaupten, dass hier ein grundlegender Mangel an Verständnis für die der Open Source-Software zugehörigen Prinzipien herrscht, aber die praktische Umsetzung gestaltet sich wohl offensichtlich schwieriger als gedacht.Dabei kann ich dafür aus zwei Perspektiven Verständnis entwickeln:

    Die erste ist zweifelsohne die Kosten-Perspektive. Wenn ich mir alleine meinen Umkreis von etwa 50km angesehe, dann habe ich bestimmt etwa 400 Wettbewerber in der Nähe. Von denen verstehen zumindest 20-30 was sie machen. Die anderen ~350 erzeugen aber einen dermaßen starken Preisdruck, dass sich kaum zu einem wettbewerbsfähigen Preis und einem dafür vertretbaren Aufwand eine Lösung realisieren lässt, die auch noch sämtlichen Gütekriterien von Open Source gerecht wird. Insbesondere bei fortgeschrittenen Plugins guckt man weniger auf die Methode als auf das Ergebnis. Das Resultat ist: Es funktioniert, ich nehme es, verkaufe es, Ende. Keine Kommunikation, kein Feedback. Manchmal mal ein "Cooles Plugin, Danke!".

    Der andere Punkt geht in den angesprochenen Punkt der Unternehmenslandschaft hinein. Wenn ich im Unternehmen ein semiprofessionelles Produkt einsetze, dann werde ich das als Unternehmen, auch nicht als Wertschätzung des Webentwicklers, kommunizieren. Kann ich mir ein "professionelles Produkt eines professionellen Anbieters" nicht leisten? Da guckt bestimmt der ein oder andere Kunde schief. Darüber hinaus stehe ich, ganz im Sinne des Marktes, auch nicht in der Verpflichtung, Geld zu bezahlen. Alles was ich dir zahle, schmälert meine Marge.

    Das sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten. So, bis hierhin habe ich die Comments noch nicht gesehen.

    Als erstes möchte ich Wolf Larsen zustimmen: Das Erste was man bei der Beschäftigung mit WP in Deutschland lernt, ist bueltge. Deine Popularität sollte dir wohl weniger finanziellen Schaden als Vorteil gebracht haben. Sicherlich, deine Plugins bringen dir kein Geld durch Spenden. Hast du aber schonmal darüber nachgedacht, dass du eine zusätzliche Absicherung beruflicher Art geschaffen hast? Ich habe ganz große Zweifel, dass du als Freelancer nicht finanziellen Erfolg hättest. Das ist aber eine eigene Entscheidung. Genauso sehe ich das AdSense-Argument. Die Monetarisierung des Erfolgs liegt bei dir und nicht in der Motivation der anderen, für eine kostenlose Leistung zu bezahlen.

    Das liegt nicht in der Natur unserer Gesellschaft.

    In welchem Zusammenhang zu dieser Diskussion siehst du denn dein Buch? Zur Erinnerung, ich hatte dich vor knappen zwei Monaten per Email angeschrieben, wann es denn endlich erscheint. Ich habe bis jetzt die WordPress-Seiten meiner Kunden ohne weiteres gebaut, aber langsam muss es besser und mehr werden. Dass besagtes Buch zwar nicht am 24., aber bestimmt doch spätestens am 26. auf meinem Schreibtisch liegt, hängt wohl auch mit den Referenzen in diesem Blog hier zusammen. Blendest du diese Verbindung bei der "Bereitschaft" zur finanziellen Wertschätzung vollkommen aus?

    Zum generellen Problematik des Urheberrechts, Ideenschutzes und Preissetzung im Webdesign und dem Bereich Webentwicklung gibt es aus meiner Sicht jetzt keine Lösung. Vorstellen könnte ich mir ein Qualitätssiegel für SEO, Webdesign und Webentwicklung. Das könnte man deutschlandweit in einem Verband realisieren. Die Idee gibt es bestimmt schon irgendwie, vielleicht sogar eine halbherzige Umsetzung. Ich dachte an einen kostenlosen (Aufwandspauschale im einstelligen €-Bereich pro Monat, in etwa in Höhe eines einfachen Webspaces?) pro Mitglied sowie Aufnahmebeschränkungen, die individuelle geprüft werden. Dabei kann es z.B. um Erfahrungen und Referenzen der Mitarbeiter, um die Qualität des eigenen Internetauftritts und dessen der Kunden gehen. Kann sich einer von euch für dieses Thema begeistern? Würde mich da über eine Rückmeldung freuen.

  63. Thomas Weise sagt:

    Danke Frank, dass du diese Diskussion mal in Gang gesetzt hast.
    Seit Donnerstag freu ich mich früh jetzt wieder aufs Blog-lesen, auf neue Meinungen zu diesem Thema. Jetzt hat sich auch schon Dirk Jesse dazu gemeldet.
    Das Thema ist schon ein richtiger "Sommerloch-Füller".

    zum Thema: Gehe "back to the root", besinn dich was DIR guttut.
    Egal wie du etwas veränderst oder weitermachst wie bisher, deine Stammleser bleiben sowieso bei dir, und uns liegt ein zufriedener Frank Bültge am Herzen ;-).
    Nimm dir Zeit für deine Entscheidung und sehe die "danklosen Nutzer" deiner Plugins nicht als "Feinde".

  64. Dirk Jesse sagt:

    @GE

    Spenden tu ich nix, solange ich davon ausgehen muss, dadurch einen Wettbewerbsnachteil gegenüber meinem Mitbewerber zu haben, der auch nicht spendet.

    Wie steht es denn um DEINEN Wettbewerbsvorteil, wenn Du Vorarbeiten anderer für Deine Projekte unendgeltlich nutzt? Du sparst Zeit (ein Vorteil, denn Du an Deine Kunden weitergeben kannst) und Du sparst auch Entwicklungsaufwand weil Du Dir dass ggf. notwendige Know-How für die Lösung eines Problems nicht extra aneignen musst, sondern ein fertiges Plugin verwenden kannst.

    Sehr verwunderlich: Software nutzen - ok, Danke sagen = Wettbewerbsnachteil? Frank bittet übrigens um Feedback und nicht in erster Linie um Geld.

    • Frank bittet übrigens um Feedback und nicht in erster Linie um Geld.

      Das wird irgendwie nicht von allen erkannt; scheinbar bin ich nicht deutlich genug.
      Nochmal: es geht mir darum, dass es Feedback gibt, die Form ist egal. Dabei sollte es sich um eine anerkennende und sachliche Art und Weise handeln. Kritik und Verbesserungen sind erwünscht, ich will dass man sich mit den Lösungen auseinander setzt, ggf. verbessert oder korrigiert und nicht immer nur konsumiert. Wenn man konsumiert, eventuell in Businessprojekten die Lösung einsetzt, dann tut es doch nicht weh, wenn man ein Feedback weiter gibt; dass kann auch eine Spende sein, diesen Faktor sollte man doch locker im Projekt unter bekommen. Das Handwerk macht sich seit Jahren gegenseitig die Preise kaputt, warum muss das die Branche der Webentwickler auch tun? Ich möchte einfach, dass man ein Feedback erhält, dass ich für meinen Teil merke, was damit passiert. Der Mehrwert des Blog gegenüber einer statischen Seite kann hier hilfreich sein. Aber im Gegenteil, selbst die Verlinkung nimmt stetig ab, eine Ausprägung, die ich auch darauf zurück führe, dass man kein Feedback zu diversen Lösungen gibt.

  65. pss7 sagt:

    früher oder später wird sich die freikultur deutlich einschränken. es ist nur eine frage der zeit.

    ist das schlecht?
    vielleicht, aber es ist absehbar - für eine geleistete arbeite möchte man immer etwa sim gegenzug. geld, belohnung oder eine andere form der anerkennung.
    trifft das nicht zu....naja 😉

  66. Robert sagt:

    Hallo Frank!
    Ich denke auch, dass es ein Deutsches Phänomen ist. Ich habe mich vor geraumer Zeit gedanklich hiermit intensivst auseinandergesetzt. Denn auch wir als Firma profitieren fast nur durch OpenSource und die kostenlosen Leistungen Anderer.
    Die Deutsche Spenden-Mentalität ist schon eine besondere. Geschenktes ist Geschenkt, Steuern / Subventionen etc. werden optimiert. Warum schraubt sich jemand eine Solarzelle aufs Dach? Die wenigsten, wegen der Umwelt etc. Die erste Frage bei Solarzellen lautet "Wie lange gibt es noch Subventionen, wie hoch sind diese". Das ist die Deutsche Mitnehm-Mentalität.
    Und ich habe zusätzlich noch einen anderen Ansatz: In fast jedem Land leben die Kirchen von Spenden. Und auf der fast ganzen Welt funktioniert das. Die Menschen geben - auch wenn sie selbst kaum etwas haben. Die Menschen wissen zu schätzen, was sie von der Kirche bekommen - und damit meine ich nicht nur den guten Segen etc. Es funktioniert. Nur in Deutschland nicht. Hier gibt es die Kirchensteuer - und die Menschen treten aus der Kirche aus. "Austritt aus der Kirche" - das gibt es ebenfalls fast nur in Deutschland und dürfte zu 99% mit der Steuer begründet sein. Wäre die Kirche "kostenlos", würden viele (passiv) "drin" bleiben. Und die wenigen Kirchengänger würden Spenden - fleißig spenden.
    Das hilft dir jetzt auch nicht weiter. Aber ich halte es schon fast für eine Tatsache: Spenden kommen nicht einfach so - auch nicht für gute, hingebungsvolle Arbeit. Wenn 1 Dankeschön 10 Arschtritte kompensiert, dann hat es sich kompensiert.

    "Ein Lächeln ist oft das Wesentliche. Man wird mit einem Lächeln belohnt oder belebt."

    "Ein freundliches Lächeln kann drei Wintermonate erwärmen."

    Satt werden wir von diesem Lächeln oder "Dank" nicht. Das bedarf einer anderen Art - die uns aber oft "unangenehm" oder auch nicht gefällt / anwidert. "Ich bin doch kein Geschäftsmann - und jetzt einen auf großes Business zu machen - ne danke!" - das sind die Ausreden / Argumente, die man dann hört. Ich habe / hätte damit keine Probleme. Wenn ich von "gutes tun" nicht satt werden kann - dann muss ich eben schauen, wie ich immer noch gutes tun kann und trotzdem Geld rein kommt. Genug Geld, damit das Geben möglich bleibt. Das fällt vielen nicht einfach - Geld zu nehmen. Tatsache ist aber: Darauf zu hoffen, dass das Geben von allen / vielen freiwillig honoriert (insb. finanziell) wird, ist ein Irrglaube. Zumindest in Deutschland. Das muss man dann schon kräftig einfordern...

  67. Thorsten Panknin sagt:

    Hallo,

    meiner Meinung nach ist es eine relativ klare Sache von Erwartung gegen Realität und einfach eine Entscheidung.

    Entweder gebe ich etwas kostenlos oder frei raus und lasse ein Stück weit los oder ich pappe ein Preisschild drauf. Beides im anzunehmenden Fall, dass einem das Projekt wichtig ist. Falls nicht, kann man es wohl getrost einstampfen.

    Ich bin selbst kein großer Programmierer, mache aber, wenn es denn passiert, nur Sachen, die ich selbst brauche. Sind die Erweiterungen, Themes oder was auch immer, kostenlos/frei in der Öffentlichkeit hat auch niemand zu nörgeln oder zu motzen. Punkt. Da kann ein Nutzer noch so sehr schriftlich mit dem Fuß aufstampfen. Wenn die Konsequenz ist, dass dadurch meine Erweiterung kaum oder wenig von anderen genutzt wird, ist das halt so, das konnte ich mir wohl vorher ausmalen. Oder?

    Frank, ich kann Dir aus meiner eingeschränkten Sicht nur sagen, dass es vielleicht eine Idee wäre zu überprüfen, was Du durch die Freigabe Deiner Sachen wirklich möchtest. Möchtest Du Feedback und eine Entlohnung, kann ich mich anderen hier nur anschließen und sagen: weg mit dem 1 €-Button, her mit dem, wo 10 €+ drauf steht.

  68. Roman sagt:

    Vielleicht leidet das Feedback aber auch unter der großen Auswahl für Plugins, Themes, How-To Artikeln und sonstigem. Im Internet hat sich eine Einstellung der User etabliert, die konsumiert, nur an den eigenen Vorteil denkt, denen das Beste gerade gut genug ist und aufgrund eines Überangebots vielleicht nicht das spezielle zu schätzen wissen.
    Es sind die Wenigsten, die einen Beitrag nicht nur überfliegen und zusätzlich einen danken oder fördernden Kommentar hinterlassen.
    Ich kenne es von mir selbst, wenn ich auf der Suche nach einem bestimmten Plugin (oder sonstigem) bin, komme ich über Google auf 5 verschiedene Seiten, auf denen das was ich benötige angeboten werde. Ich überfliege den Artikel und klicke auf den Link.
    Plugin runtergeladen, und schon bin ich wieder weg.

    Wenn mir jedoch bei einer Suche eine Webseite (wie diese hier) mehrmals auffällt und sich als hilfreich erweist, komme ich öfters vorbei und fange an, mich mit dieser auseinander zusetzen. Ich lese viele Artikel dieser Seite und mir haben einige WordPress Anleitungen schon sehr geholfen.
    Nun möchte ich mich nochmal für die super Hilfe bedanken und werde öfters kommentieren.
    Feedback hält einen Blogger schließlich bei Motivation.

    Grüße
    Roman

  69. niffi sagt:

    @Robert: Sehr treffende Beispiele, vorallem das mit der Kirche.

    Sprüche wie "davon wird man auch nicht satt" sind m.M. nach auch sinnfrei, soll mir dann mal einer zeigen wie man von 3, 4 Euro im Monat satt wird, weil eben 4 von 100 Leuten was gespendet haben. Es steht also eh in keinem Verhältnis. Wenn Dich eine Leistung die Du erbringst satt machen soll, darfst Du sie nicht kostenfrei anbieten. Wenn Dir als Dank schon ein freundliches Wort reicht, dann lass den Euro-Button weg.

  70. Andy sagt:

    Schwierig hier ne passende Äusserung zu machen. Auf der einen Seite muss ich sagen wenn etwas kostenlos ist dann ist es das auch. So ist nun mal die Mentalität eines Schwaben aber auf der anderen Seite kann ich natürlich dies auch verstehen.

  71. niffi sagt:

    @Frank: Hier mal ein ernstgemeinter Tipp: Wenn Du gern Feedback für deine Tools und Plugins in Form von Text möchtest, lass die Leute vor dem Download doch fix ein kleines Formular ausfüllen warum und wofür sie Dein Tool/Plugin nutzen wollen und wie sie auf Deine Seite aufmerksam geworden sind.

  72. rene sagt:

    lieber frank,

    von mir gab es einmal ein kleines filmchen, denn deine seite hat mir geholfe ein projekt zu realisieren. heute komme ich nicht mehr dazu rumzubasteln, doch von allen wp~seiten, ist mir deine die liebste, denn sie zeigt mir so viele möglichkeiten, die ich mit wp realisieren könnte....

    und so lese ich noc heute, speichere fleißig deinen feed, denn irgendwann einmal... 😉

    was mir dabei am meisten gefällt ist deine ehrlichkeit, direktheit und auch deine freude an der arbeit, und vor allem, daß du im grunde alles kostenlos hier zur verfügung stellst. das finde ich toll! Danke Frank!

    liebe grüße rene

  73. Ich hab jetzt nicht alle 75 Kommentare gelesen, aber der Tonfall erinnert mich an ähnliche Erfahrungen. Zwei Sachen sind mir so auch schon begegnet:

    1) User können nicht schätzen wie aufwändig etwas war. Bestes Beispiel ist eine Lokalisierung eines Plugins für Muttersprachler ändert sich nix, also denken sie man hat nichts gemacht.

    Wer nicht selbst mal Plugins gebaut hat oder irgendwas mit Software, der kann die Komplexität die damit verbunden ist nicht einschätzen.

    2) Kein Geld bekommen trotz guter Leistung. Geld freiwillig funktioniert nicht! Ich würde gnadenlos Werbung reinbauen und gegen Spende einen Freischaltcode rausgeben. Wer es drau hat und die Arbeit zu schätzen weiß, der baut die Prüfroutine vielleicht aus, aber die übrigen 98% die davon keinen Plan haben zahlen dann eben.

    Das bringt mich grade mal wieder zum nachdenken, angesichts meines noch unveröffentlichten Plugins. Das sich nochmal mächtig weiterentwickelt hat.

    Manchmal ist es vielleicht auch alles ein wenig viel auf einmal... habe keine Ahnung, welches Feedback du da kürzlich erhalten hast... dann sollte man einfach mal eine Pause einlegen oder durchgreifen und Feedbacks über die man sich schwarz ärgert in der SPAM-Mültonne verschwinden lassen. 😉

    Immerhin ist man ja Herr in seinem eigenen Blog!!

    Happy coding,
    Helge

  74. Fluffi sagt:

    Ich bin grundsätzlich auch der Meinung, dass OpenSource mehr Wertschätzung erfahren sollte. Ich hab nicht alle bisherigen Kommentare gelesen und weiß daher nicht, ob folgende Frage schon aufgekommen ist:
    Wenn eine Agentur OpenSource nutzt und auch gewillt ist, etwas dafür zu zahlen, wie kann eine solche Spende im Projektbudget verrechnet werden? Gibt's für eine Paypal-Spende eine Art Spendenquittung? Den irgendwie müssen solche Ausgaben intern ja auch dem jeweiligen Projekt zugeordnet werden. Ich kann mir vorstellen, dass deshalb Amazon-Wunschlisten besser angenommen werden... denn da bekommt der "Spender" eine Rechnung, die wieder irgendwo abgesetzt oder verrechnet werden kann. Das betrifft natürlich nur Agenturen - Privatpersonen können (und sollen) ruhig auf den Paypal-Button klicken.

  75. Christian sagt:

    Hallo!

    Nun mal meine Sicht auf die Dinge. Ich bin Hobby Webdesigner und Admin oder Moderator von verschiedenen Websites und ich schreibe selbst keine Plugins, sondern nur hier und da mal "Snippets" für phpbb, wenn ich mal eine seltene Anforderung an das Board hatte.

    Öfter nutze ich allerdings mal für WordPress und sehr häufig für das phpbb3 Module, Addons usw.
    Oft gibt es die Möglichkeit zu spenden, doch ich hab es noch nie getan. Weil man mir oft nicht die Wahl lässt, außer mit paypal oder einem anderen Dienst, den ich nicht nutze zu spenden. Oft gibt es dann zwar z.B. eine Amazon-Wunschliste, aber ein 40€ Buch liegt dann doch über meinen finanziellen Möglichkeiten.
    Also schreib ich eine E-Mail und frage, was denn sonst noch drin wäre. Auf Überweisung oder ähnliches scheinen die meisten Leute nicht zu reagiere oder es wird dann abgewunken.
    Back-Links setze ich dann oft, um wenigstens ein wenig Werbung zu machen.

    Bin ich jetzt undankbar gegenüber den Erstellern? Würdest (hab noch kein Plugin von dir genutzt) du mir zürnen, weil ich deine Arbeit nicht honoriere?

    Gruß

    • @Christian: ganz im Gegenteil, es geht nicht darum, dass man finanziell spendet, das ist toll aber nicht die Idee meines Aufrufs. Ich will Feedback, dass kann ein einfaches Danke in den Kommentaren sein, ein Backlink ist super. Noch schöner ist qualitatives Feedback um Lösungen zu verbessern. Insofern, dass passt schon.

  76. Christian sagt:

    Versuch es doch mal mit einer Erinnerungs-Email an Leute, die es runtergeladen haben. Vielleicht stimmen dann mehr Leute darauf ein. 😉

    Das aktuelle "System" scheint in der Hinsicht leider nicht zu funktionieren, da kannst du ja problemlos mal ein wenig testen.
    Wenn ich sehe, wie manche Leute in Support-Foren z.B. xhtmlforum.de oder phpbb.de nach Hilfe fragen und am beste noch den Code 1:1 haben wollen, wie er sein muss für Null gegen Leistung, wundert mich das Verhalten deiner Plugin-Downloader eigentlich nicht.

  77. Jochen sagt:

    Danke für die Plugins bis jetzt, ich habe die meisten mal angetestet und durchgesehen, ob ich was lernen kann - sollte ich mal ein Projekt umsetzen und der Kunde Geld bezahlt angemessen, dann denk ich schon an die Vorarbeiter (habe noch nichts kommerziell umgesetzt, wo eines deiner Plugins eingesetzt wird, sonst haettest es wahrscheinlich schon gemerkt).

    Ich denke die Entscheidung etwas zu geben, muss von einem selbst kommen, da helfen keine Aufforderungen. Interessant sind ggf. Preise für Supportleistung oder dass das Plugin gegen einen Preis eingesetzt werden darf oder dass man dir die Fragen: 'Was ist gut? Was schlecht? Was fehlt?' beantwortet. So bekommst du Feedback und Leute, die wenig Geld haben oder aus deinen Gedanken lernen wollen, koennen dies trotzdem.

    Viel Erfolg weiterhin.

  78. daburna sagt:

    Das ist ja alles ein sehr komplexes Thema. OpenSource ist ziemlich cool, aber auch nur, wenn genug Leute mithelfen und es Anerkennung (in welcher Form auch immer) dafür gibt.

    Ich freue mich regelmässig über eingesandte Änderungen zu meinem Plugin und würde mich noch mehr freuen einen weiteren Programmierer zu gewinnen. Auch über zahlreiche Kommentare und Trackbacks freue ich mich. Doch steigt vor allem die Zahl der Forderungen sprunghaft an, sobald genug Leute das Plugin nutzen.

    Ein anderes Problem ist die Vereinfachung mit der WordPress Plugin Datenbank. Die Seite bringt viele Vorteile für die User, aber den großen Nachteil für uns Programmierer, dass nun die Autorenseite wesentlich weniger besucht wird und weniger Kommentare sowie Trackbacks reinkommen. Hier bin ich noch zu keiner Lösung gekommen, die mich glücklich macht.

    Monetäre Anerkennung - davon träumen viele Programmierer. Ich habe das Problem auch schon gesehen und versucht es anzugehen. Als Kompromiss, mit dem alle leben können sollten, habe ich einen AdSense Werbebanner in meinen Pluginpost eingebaut, mit der Bitte, wenn man schon nichts spenden will, das Plugin aber gut findet, dort raufzuklicken. Die Klickzahlen sind aber nicht nach oben gegangen. Selbst diese extrem einfache Art von monetärer Anerkennung ist für die User zuviel.

    Die Entwicklung meines Plugins leidet aber nicht unter diesen Umständen, sie leidet eher unter schlechten Programmierkenntnissen und Zeitmangel.

    Achja, zu Plugins bekommt man relativ viele Rückmeldungen, zu Themes eher keine. Ich biete beides an und zum Theme kam bisher höchstens eine handvoll Trackbacks rein, obwohl es öfter benutzt wird.

  79. Warum gibt es eigentlich noch keinen Dienst, der eine Art "MicroCoins" anbietet, die bei verschiedenen Plattformen erworben werden können in denen man aktiv ist, und die man schlich und einfach per E-Mail weggeben kann? Wenn ich sehe wieviele Leute bei MusicLoad oder iTunes oder amazon oder Deutsche Bahn einen Account haben... wenn man da für 10 Euro "MicroCoins" kaufen könnte und die dann beliebig verteilen könnte, wäre das eine schöne Sache. Stattdessen kämpft jeder einzelne Programmierer darum evtl. eine eigene Abrechnungslösung aufzusetzen mit Kreditkarten usw. Das ist alles dermaßen inconvenient, da ist klar, dass niemand zahlt! (O-Ton meiner Cousine kürzlich: Warum brauche ich eine Kreditkarte, mein Mann hat doch eine.) Tja, und schon ein Kunde weniger!

    Darum funktioniert das mit dem Apple App Store auch so gut. DIe Zahlungshürde wird EINMAL genommen, danach reicht das Passwort. Und kleine Beträge können überhaupt abgerechnet werden, das wäre für den Rest des Web eine Revolution wenn das ginge.

  80. GE sagt:

    @ daburna:

    Als Kompromiss, mit dem alle leben können sollten, habe ich einen AdSense Werbebanner in meinen Pluginpost eingebaut, mit der Bitte, wenn man schon nichts spenden will, das Plugin aber gut findet, dort raufzuklicken.

    Tut mir leid, das so sagen zu müssen, aber das ist Betrug. Finde ich schlimmer als Undank.

  81. GE sagt:

    @ Frank

    Das Handwerk macht sich seit Jahren gegenseitig die Preise kaputt, warum muss das die Branche der Webentwickler auch tun?

    Ja, WER macht denn die Preise kaputt?

    WordPress & Co. machen die Preise kaputt, weil sie ihr Produkte auch für den kommerziellen Einsatz kostenlos zur Verfügung stellen.

    DU machst die Preise kaputt, weil Du Deine Plugins auch für den kommerziellen Einsatz kostenlos zur Verfügung stellst.

    WIR machen die Preise kaputt, auch ich engagiere mich in einem OpenSource Projekt, allerdings nicht bei WordPress.

    Ich gebe aber meine Templates unter einer Linkware-Lizenz heraus. Entweder Link oder Lizenzgebühr. Wenn eine Agentur damit leben kann, auf der Seite ihres Kunden einen Link zu mir zu platzieren bzw. zu belassen, dann ist dieser Link auch eine Art Bezahlung.

    Gegen Betrug sind wir alle relativ machtlos, aber wenn wir unsere Ansprüche nicht einmal formulieren, dann ist es nicht einmal Betrug oder Missbrauch, sondern nur Undank, gegen den man nix machen kann.

  82. GE sagt:

    Dirk Jesse schrieb:

    @GE

    " Spenden tu ich nix, solange ich davon ausgehen muss, dadurch einen Wettbewerbsnachteil gegenüber meinem Mitbewerber zu haben, der auch nicht spendet."
    Wie steht es denn um DEINEN Wettbewerbsvorteil, wenn Du Vorarbeiten anderer für Deine Projekte unendgeltlich nutzt? ...

    Nun, Dirk, da hast Du ja sehr schön einen Satz aus dem Zusammenhang gerissen zitiert. Ich habe doch ganz klar meine Position zum Ausdruck gebracht, dass jeder, der ein Plugin kommerziell nutzt, zahlen sollte. Da man das nicht freiwillig hinbekommt, sollte man seine Lizenzbedingungen entsprechend gestalten.

    Vielleicht hast du ja nur die Metapher nicht verstanden, ich habe nämlich direkt davor geschrieben:

    Ich zahle gerne Steuern, wenn ich weiss, dass mein Nachbar auch zahlt ...

    Aber hier geht es ja gar nicht um Geld ... 😉

    Ich würde ganz sicher eine angemessene Form des Dankes finden für die Nutzung von Plugins, die ich nicht-kommerziell nutze. Auf meinem nicht-kommerziellen Blog habe ich z. B. extra eine Seite eingerichtet mit Danksagungen und Links zu den Autoren der Plugins, die ich nutze:

    http://www.ge-webdesign.de/blog/18_wordpress-links.html

    Von Frank ist leider keines dabei, und kommerziell nutze ich WordPress nicht.

  83. Ich denke mal, ein Problem bei der Sache ist, es gibt unter den 6 Mrd. Menschen dieses Planeten garantiert immer mindestens EINEN, der genau die Lösung nach der ein paar Leute suchen KOSTENLOS anbietet um Werbung für sich zu machen, oder seine Reputation zu polieren.

    Da digitale Daten eben dann auch recht fix um den ganzen Erdball kreisen können, ist der Preis schneller kaputt als das Produkt aufgebaut ist.

    Für digitale Daten (dazu zählen eben auch Plugins) gibt es kein Geld. Einzig ein Dienst z.B. für Hosting ist geldfähig. Alles andere wird kopiert und kostenlos in Google irgendwo auf dem Planeten gefunden. Für Quellcode gibts schonmal gar nix, es sei denn man hat dien CoreCode von Skype als Gründer geschrieben und verklagt seine eigene Firma mal, um bissel mehr Geld zu bekommen, oder Aktienkurse zu drücken... 😉

  84. daburna sagt:

    @GE

    Tut mir leid, das so sagen zu müssen, aber das ist Betrug. Finde ich schlimmer als Undank.

    Aus Sicht von AdSense mag das Betrug sein. Auch wenn sich die Bitte eh keiner zu Herzen genommen hat.

  85. Raoul sagt:

    Nun steckt ja das Thema "Streicheleinheiten für die Seele" in jedem von uns. Wir möchten für eine erstellte Leistung etwas bekommen und sei es Aufmerksamkeit und Beachtung. Und wenn es geht auch in einer personalisierten Form. So weit verstehe ich diese Diskussion voll und ganz. Zudem verstehe ich, wenn ich als Websitebetreiber Plug-Ins einsetze und diese Site auch noch Geld einbringen soll, dass ich eine Dienstleistung für null bekomme, die an anderer Stelle zumeist richtig Geld kostet und sei es in Form von Manstunden oder -tagen. Ein Vorschlag von meiner Seite:

    Weise doch explizit darauf hin, dass kommerzielle Websitebetreiber sich erkenntlich zeigen können und somit auch die Weiterentwicklung eines Plug-Ins sichern, wenn sie einen Betrag von zum Beispiel 10,- € pro Download überweisen.

    Hiermit erreichst du sicherlich auch nur einen kleinen Teil der Nutznießer, aber ein wenig schlechtes Gewissen sollte schon sein. Und ich meine im übrigen auch alle kommerziellen Nutznießer, denn wer sich an 20-30 € stört, der sollte sich über die Ernsthaftigkeit seines Projektes Gedanken machen.

    Wir sind im Moment selbst am Aufbau einer Website und sollten wir Plug-Ins von deiner Seite verwenden, so werde ich 10,- € pro Plug-In überweisen

  86. Hola - vielleicht etwas Off-Topic, aber:

    Aus Sicht von AdSense mag das Betrug sein. Auch wenn sich die Bitte eh keiner zu Herzen genommen hat.

    Das ist definitiv Betrug und eindeutig gegen die Programmrichtlinien:

    Publishern ist es nicht erlaubt, Dritte dazu aufzufordern, auf ihre Anzeigen zu klicken [...]

    Schließlich bezahlt in diesem Fall der Advertiser, auf dessen Anzeige geklickt wurde, für einen Besucher, der mit großer Wahrscheinlichkeit wenig bis garkein Interesse an der durch die Anzeige beworbenen Dienstleistungen oder Produkte hat.

    Gruß
    Christian

  87. Peter sagt:

    Ich denke mal, ein Problem bei der Sache ist, es gibt unter den 6 Mrd. Menschen dieses Planeten garantiert immer mindestens EINEN, der genau die Lösung nach der ein paar Leute suchen KOSTENLOS anbietet um Werbung für sich zu machen, oder seine Reputation zu polieren.

    Richtig. Das Problem ist und bleibt aber, das hierzulande umsonst immer umsonst bleibt und niemand die Arbeit des anderen honorieren will. Im Gegenteil, die Spendenbuttons werden gerne als Almosensammlung aufgefasst 🙁 Das (gute) Arbeit einen Lohn verdient, ist hier leider nicht so selbstverständlich.
    Diese Mentalität findet man aber hier auch in anderen Bereichen. Wenn ich Sachen auf ebay anbiete, bekomme ich immer wieder so seltsame Preisvorschläge deutlich unter Wert. Wenn man die Gelegenheit bekommt, mal nachzufragen, ist die Antwort meistens "na sei doch froh das du´s wenigstens los bist". Manche glauben, sie tun einem noch einne Gefallen, wenn sie uns Ware unter EK abkaufen 🙁

  88. Endlich mal ein Blog, der wirklich Informationen liefert. Bedauerlicherweise ist im deutschsprachigen Netz die Blogkultur nicht groß vorhanden, hier hat der Besucher aber einen echten Mehrwert. Ich finde auch teilweise die Diskussionen sehr interessant. Da sieht man, dass sich jemand echte Mühe gemacht hat.

  89. tim sagt:

    Ja, in der Tat, auch ich bin unzufrieden, aber auch begeistert von Open Source. Im Endeffekt bin ich somit weder sehr glücklich noch unglücklich. In Prozenten leicht über 50% Zufriedenheit mit Open Source, denn im Gegensatz zu kostenpflichtigen Closed Source Progammen (Betriebssysteme) kann ich bei dieser ca. 51% Zufriedenheit Open Source Programme weiter nutzen (Linux, etc) ohne Kosten zu verursachen (vorausgesetzt die OSS Programme werden weiterportiert). Das Leben allein Kostet. Mit einem "Danke" allein wird kein Bug gefixt. Allein die Tatsache, dass Linux immer noch einen sehr kleinen Marktanteil hat, zeigt, dass noch längst nicht alles optimal ist. Und solange wird Open Source kaum ernsthaft vergöttert wie Apple. Wer gross, arrogant und teuer ist, uns auspioniert und knebelt dem wird noch gedankt, dass man 5 Stunden in der Scheisse sitzt und als letzter in der Schlange ein iDiot kaufen darf... so geht das.

© 2016, since 2005 bueltge.de [by:ltge.de] · Theme is built by ThemeShift