Warum ich den FeedBurner-Einsatz nicht mag

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 12 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Ich bekomme immer mal Fragen zu FeedBurner und WordPress und muss dann meist antworten, da habe ich wenig Erfahrung und kann nur unterschwellig helfen. Im Gegenzug kommt dann meist die Frage: Warum ich FeedBurner nicht einsetze? In diesem Beitrag möchte ich mal in einigen Sätzen meine Gründe gegen FeedBurner formulieren. Vielleicht entsteht eine Diskussion in den Kommentaren und vielleicht bin ich am Ende auch anderer Meinung.

In erster Linie ist es eine Aversion gegenüber externen Diensten – ich kann sie nicht kontrollieren. Ich versuche meist, dass ich eine Lösung nutze, die out of the box dabei ist, die mich nichts extra kostet und die ich steuern und kontrollieren kann. Bei FeedBurner gebe ich jede Kontrolle ab, was schon beim Aktualisieren ein Nachteil sein kann, denn den Cache von FeedBurner kann man meines Wissens nach nicht beeinflussen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, wohl der Wichtigste und der, der mich am meisten stört: die meisten FeedBurner-Nutzer leiden leiten jeden ihrer Feeds auf einen Feed um. Dies ist besonders nachteilig wenn man auf WordPress setzt, denn WP generiert im Standard für jede Archivsicht (Kategorien, Tags, Autoren, etc.) eigene Feeds – einfach so. Ich möchte ab und an nur bestimmte Bereiche des Autors oder der Site lesen und man nimmt mir die Chance dazu, in dem man alle Feeds der Applikation auf eine gemeinsame URL umleitet.

Ich mag die Idee der Feeds, ich liebe FullFeeds und ich liebe den Gedanken Inhalte zu tauschen und dem Leser die Art und Weise zu übergeben, wie er denn den Inhalt konsumiert. Gerade in Zeiten von unterschiedlichen Geräten zum Konsumieren von Inhalten, sei es iPad oder der mobile Client, ist es sehr schön, wenn ich als Konsument mein Leseverhalten beibehalten darf und nicht dem Zwang des Autors oder Websitebetreibers folgen muss. Ich will die Diskussion zum FullFeed damit nicht wieder aufleben lassen, dies habe ich schon getan, siehe Short Feeds: Es stinkt mir, aber auch dies ist eine Einschränkung, ebenso wie die Bündelung aller Feeds in einen via FeedBurner.

Der letzte Punkte ist ebenso störend, wenn man ihn gehen will oder muss – was wenn man den Account bei FeedBurner killt, dann gehen die Probleme erst richtig los. Die User haben den Feed über die URL von FeedBurner abonniert und ggf. verliert man alle Leser, die man über die Zeit geschätzt hat. Die URL von FeedBurner ist bei den Leuten im Reader, nicht die URL der Site – schade, denn Sie bekommen ohne Zusatzinfos nichts mit. Eine Weiterleitung ist so gut wie unmöglich und damit kann man nur hoffen, dass bei dieser Änderung der User seinen Reader updated und den letzten Post via FeedBurner-URL liest und auch ausführt.

Update: Weitere Aspekte gegen den Einsatz von FeedBurner nennt der Nachtwächter.

Aktuell sehe ich keinen Vorteil in der Nutzung von FeedBurner – sagt mir, warum ihr FeedBurner nutzt, oder warum nicht. Es interessiert mich wirklich.

Von Frank Bültge

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