RSS-Feed nicht missbrauchen

RSS-News
Bild: Jean von Oertzen

Der RSS-Feed ist perfekt um Nachrichten zu verteilen, leider sehen das auch Marketingspezialisten so. Dieses wollen gern Werbung im Feed unterbringen. Einige Blogger aus der WordPress-Szene Deutschland habe auch dies schon versucht. Aber aufpassen, damit begibt man sich schnell auf Glatteis, denn der Feed ist für die schnelle und gezielte Übermittlung von Inhalten erfunden und ist dadurch auch so populär geworden. Baue ich nun unnötigen Content, also zum Beispiel Werbung, in den Feed, so werden sicher einige Leser verärgert sein und den Feed aus ihren Abonnements entfernen.

RSS-Feeds sind wie personalisierte Zeitungen

Mit einem RSS-Feed kann man eine gezielte Gruppe ansteuern und damit auch entsprechende Werbung. Aus Sicht des Anwenders wird der Feed allerdings deshalb bezogen, weil er gezielt Informationen zum Thema sucht. Genau deshalb gibt es ja auch Services, bei denen ich mir anhand von Tags einen entsprechenden Feed zusammen stelle und diesen dann lese. Kommt nun die Werbung ins Spiel, so unterscheidet sich der Inhalt nur wenig von der eigentlichen Webseite.
Einige Browser haben Filter, bzw. lassen sich Filter mit Hilfe von Extensions nachrüsten, um gezielt Werbung bzw. nicht willkommener Content auszublenden (z.B. Adblcok für Firefox). Dieses Möglichkeit besteht bei einem Feed nicht. Ich kann also nicht filtern. Der Feed würde missbraucht, wenn man Werbung in den Feed integriert und dagegen sollte man vorgehen. Der Feed gibt mir als User die Möglichkeit, mich von unnötigen Ballast an Daten zu verabschieden. Es wäre garnicht möglich, alle Seiten, die ich per RSS-Feed lese, im Browser zu besuchen und die interessanten Inhalte zu suchen.

Technisch gesehen ist RSS eine Familie von XML-basierten Dateiformaten. Die Abkürzung RSS hat in den verschiedenen technischen Spezifikationen eine unterschiedliche Bedeutung

Mittels RSS-Feed hole ich mir gezielt Informationen. Kommt nun Werbung in einem Feed vor, ist das genau das Gegenteil von dem, was ich wollte.
In diesem Sinne hoffe ich, dass dies sehr viele Anwender genauso denken und es unterstützen, dass der RSS-Feed werbefrei bleibt und der puren Informationsübermittlung dient- reine Abonnements von Inhalten, von Wissen.

4 Kommentare

  1. Da bin ich exakt Deiner Meinung! Hoffentlich hast Du jetzt mit Deinem Post nicht etwa diese oder jene Leute erst auf die Idee gebracht, Feeds zu missbrauchen. Aber, will man sich diesem Thema annehmen, kommt man ja nicht darum herum, es zu artikulieren, leider.

  2. Kleine Ergänzung: man kann mit webbasierten Feedreadern durchaus die Werbung oder z.B. Tracking-Bilder von Feedburner (u.a. mittels AdBlock) ausblenden.

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