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Regeln beim Einbinden fremder RSS-Feeds

RSSIch habe mit dem Plugin RSSImport merklich dazu beigetragen, dass WordPress-User fremde News in ihre Website einbinden können. Das war zwar nicht der Hintergrund der Idee aber es ermöglicht nun mal genau diese Funktion. Wenn man allerdings fremde Inhalte, denn auch News-Feeds sind Inhalte, in seine Seite einbindet, eventuell noch den kompletten Text und nicht nur die headlines, dann gibt es einiges zu berücksichtigen. Nur wer sich an gewisse Regeln hält, der sorgt dafür, dass er nicht demnächst mit einer Abmahnung rechnen muss.

  • Die Informationen müssen 1:1 übernommen werden, Änderungen sind nicht erlaubt.
  • Der Anbieter der Inhalte, die du einbindest, muss erkennbar sein. Die Kennzeichnung des Anbieters ist Pflicht, d.h. keine Inhaltseinbindung ohne Anbieterhinweis.
  • Gibt es bei den Inhalten, die du einbinden möchtest, einen Copyright-Hinweis, so ist dieser einzubinden und damit zu nutzen. Gleiches gilt für Copyright-Informationen einzelner Beiträge. Eine korrekte Anbieterkennzeichnung ist Pflicht und sollte selbstverständlich sein.
  • Verlinkte Websiten dürfen nicht entfremdet werden, also z.B. darf kein Frame den fremden Inhalt enthalten. Dies ist vor allem bei Deeplinks wichtig, da in diesem Fall oft der „Rahmen“ des Anbieters fehlt und der Verweis direkt zu den Inhalten führt. Deshalb also, entweder alle Links direkt laden, ohne Veränderung oder mittels target-Attribut öffnen (Aufpassen: das target-Attribut _blank ist nicht xhtml-Valid.).
  • Beim Einbinden von der RSS-Feeds dürfen die Inhalte nicht zwischengespeichert werden. Dies wird des öfteren erwünscht, denn so kann man Ladezeit sparen und den Traffic senken. Das Urheberrecht verbietet dies, wenn es sich bei den Inhalten um Bilder, Filme, Audio o.ä. handelt. Also immer darauf achten, dass die Content-URLs bestehen bleiben.
    Eine Ausnahme bilden hier die Proxys, da in diesem Fall die Zwischenspeicherung technisch bedingt ist. Diese kurzzeitige Speicherung des Inhalts ist erlaubt.
  • Auch die Speicherung von fremden Artikeln auf eigenem Webspace oder Servern ist nicht erlaubt.
  • Dagegen ist das Speichern von Artikeln auf lokalen Systemen erlaubt, zur eigenen Verwendung. Dies ist zum Beispiel wichtig, wenn man mittels Newsreader den Artikel speichert.

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WK – 12 goldene Suchmaschinen-Regeln

Das Internet besteht aus einer Fülle von Informationen, die leider nicht immer so gefunden werden. Das liegt daran, dass der große Vorzug der vielen Informationen gleichzeitig der Nachteil ist – aus den vielen Daten die richtigen zu filtern ist für den alltäglichen Anwender schwierig.
Zum Suchen in Netz wurden die Suchmaschinen entwickelt, die auf den unterschiedlichsten Kriterien aufbauen. Ohne diese Helfer wären viele Seiten überhaupt nicht auffindbar. Leider spüren diese Helfer nicht nur Ergebnisse aus, die für den Nutzer relevant sind,
Um dem Internet-Nutzer das leben eine wenig zu vereinfachen und seinen Blick für mögliche Probleme zu schärfen wurde eine Broschüre von der Landesanstalt für Medien (>lfm:) herausgegeben, in Kooperation mit klicksafe.de. Die zwölf goldenen Regeln wurden von Univ.-Prof. Dr. Marcel Machill erarbeitet und verstehen sich als Ratgeber für Verbraucher(innen).

Der Download der Broschüre ist auf der Seite der LfM zu finden.

Die 12 Regeln kurzgefasst

aus: Landesanstalt für Medien NRW (LfM): 12 goldene Suchmaschinen-Regeln. Düsseldorf 2005.
Herausgegeben von der LfM in Kooperation mit klicksafe.de.
Autor: Marcel Machill.

1. Verlassen Sie sich nicht auf eine Quelle

Verwenden Sie gerade bei komplexen Themenrecherchen immer mehrere Suchmaschinen.
Denn: Unterschiedliche Suchmaschinen verwenden unterschiedliche Kriterien für ihre Rankinglisten. Somit können völlig verschiedene Websites als die „relevantesten“ aufgeführt werden. Vergleichen Sie die Auswahl, die Ihnen angeboten wird – und dann treffen Sie Ihre eigene.

2. Achten Sie auf versteckte Werbung

Werbung ist nicht immer als solche gekennzeichnet, sondern kann sich in den Ergebnislisten verstecken. Schauen Sie sich daher eine Ergebnisseite immer erst in Ruhe an, bevor Sie etwas klicken.

3. Hüten Sie sich vor den „Spammern“ im Netz

Das Wort „Spam“ wird bei den Suchmaschinen verwendet, wenn findige Webmaster ihre eigenen Websites so manipulieren, dass sie in den Ergebnislisten der Suchmaschinen höher eingestuft werden. Gehen Sie nicht denen auf den Leim, die durch diese Manipulation ihre eigenen vielleicht kommerziellen, politischen oder gar pornografischen „Botschaften“ unter die Leute bringen wollen.
Deshalb: Formulieren Sie Ihre Suchanfragen möglichst genau und lesen Sie den Vorschautext gut durch. Sind dort nur Schlagwörter und keine Sätze zu sehen, verbirgt sich hinter der Webseite wahrscheinlich „Spam“.

4. Denken Sie bei der Auswahl aus der Suchmaschinen-Liste an Viren und den Schutz dagegen

Nicht jedes Suchergebnis ist vertrauenswürdig, nur weil es von einer Suchmaschine angezeigt wird. Manche Leute denken, dass sie schnell einen von der Suchmaschine angezeigten Link aktivieren können – und vergessen dabei die normalen Vorsichtsmaßnahmen, die im Internet sowieso gelten sollten. Das Internet ist auch ein globaler Tummelplatz, in dem sich wie auch im wahren Leben Betrüger oder schräge Spaßvögel finden.
Einen Virenschutz sollten Sie beim Surfen im Netz mindestens installiert haben, ebenso hilft die Installation einer Firewall.

5. Lesen Sie den Vorschautext gut durch

Oftmals mogeln sich unseriöse Angebote mit unerlaubten Praktiken auf die vordersten Ergebnisplätze in den Suchmaschinen. Der Vorschautext kann bei der Einordnung helfen: Er zeigt einen kleinen Textausschnitt der Seite, in dem die Suchbegriffe auftauchen. Lesen Sie diesen Text gut durch, denn oftmals erkennt man schlechte Ergebnisse bereits auf den ersten Blick.

6. Geben Sie Wucher-Websites keine Chance

Ein falscher Klick, ein falscher Tastendruck, und schon können 30 Euro und mehr fällig werden; es installieren sich „Dialer“ oder „Spyware“ auf Ihrem Rechner. Tippen Sie also nicht gutgläubig Antworten in Felder, die Sie nicht kennen, z. B. „OK“. Dieses „OK“ kann nämlich Ihre Einverständniserklärung für einen „Mehrwertdienst“ sein.

7. Trauen Sie niemals der erstbesten Information – es könnten Verleumdung und Propaganda dahinterstecken

Manchmal verstecken sich rassistische Äußerungen dem Wolf im Schafspelz gleich in einem auf den ersten Blick seriösen Angebot. Prüfen Sie genau, wer für Informationen verantwortlich ist, bevor Sie sich Ihre Meinung bilden.

8. Schützen Sie Ihre Kinder beim Suchmaschinengebrauch

Gerade für Kinder kann es gefährlich oder schädlich sein, mit bestimmten Internetinhalten konfrontiert zu werden. Denken Sie daran, dass Suchmaschinen bei bestimmten Wörtern und Themen vielfach auf solche problematischen Sites verweisen.

9. Vorsicht bei Wörtern mit Doppelbedeutung und bei Tippfehlern – auch so können Ihre Kinder ungewollt auf Pornoseiten landen

Manche Wörter sind doppeldeutig, obwohl man es gar nicht erwartet. Viele ungewöhnliche Sexualpraktiken haben Codenamen, die eigentlich harmlos klingen. Aber Suchmaschinen verweisen auch auf diese Sex-Sites, obwohl man etwas anderes gesucht hat.

10. Vertrauen Sie nicht allein dem Jugendschutzfilter bei den Suchmaschinen

Denken Sie daran, dass sich Filter leicht abschalten lassen. Dazu reicht es zum Beispiel aus, statt der deutschen Google-Seite unter www.google.de die amerikanische Originalversion unter www.google.com aufzurufen.

11. Zeigen Sie Ihren Kindern Alternativen zu den allgemein bekannten Suchmaschinen

Ein Kind muss nicht unbedingt Google, Yahoo oder Microsoft benutzen, um interessante und kindgerechte Webseiten zu finden. Es gibt genügend Alternativen, die besser auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt sind. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist die Kindersuchmaschine Blinde Kuh, die sich unter www.blinde-kuh.de findet. Als generellen Einstieg in die Welt des Internets bietet sich zum Beispiel die Seite www.internet-abc.de an.

12. Nachrichtensuchmaschinen sind weder neutral noch vollständig

Noch viel stärker als in der normalen „Medienwelt“ sollte man sich bei den Nachrichtensuchmaschinen Gedanken über die Auswahl der Meldungen machen. Denken Sie nicht, dass die Maschinen einen vollständigen Überblick über die Nachrichtenlage bieten. Längst nicht alle (Online-)Medien werden von den Suchrobotern der Nachrichtensuchmaschinen erfasst; außerdem reagieren die „News Search Engines“ stärker auf aktuelle Kurzmeldungen als auf Hintergrundberichte.

aus: Landesanstalt für Medien NRW (LfM): 12 goldene Suchmaschinen-Regeln. Düsseldorf 2005.
Herausgegeben von der LfM in Kooperation mit klicksafe.de.
Autor: Marcel Machill.

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