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Dieser Artikel ist Teil einer kleinen Serie, die zeigen soll, dass WordPress an Flexibilität gewinnt und dass man Backend, Frontend und Login gestallten kann.
Die neue Version bringt viele Neuerungen und Veränderungen. Dazu zählt unter anderem das Design und die Strukturierung des Backends. Auf die Funktion des Farbwählers zum Profil geht Olaf in wenigen Sätzen ein und beschreibt im übrigen weitere Neuerungen der Version 2.5.
WordPress lagert die Farbwahl gleich ich eine Funktion aus und spendiert einen Hook, so dass man via Plugin oder functions.php im Theme einfach auf diese Farbwahl eingehen kann. Damit kann man das komplette Backend, nicht nur die Farben, in ein anderes Design tauschen, userabhängig und einfach per Klick.
Im folgenden zeige ich wie man das macht. Dazu stelle mal exemplarisch zwei Farbschemas zur Verfügung. Ein Farbschema habe ich der Seite von Gerrit van Aaken entnommen, der sich mit seiner klarem Design sehr gut dafür geeignet hat.

Diese Möglichkeit bietet sich vor allem dafür an, wenn das Backend dem Frontend in Farbwahl angepasst werden soll, was ich nicht für übertrieben halte. Gerade im Businessbereich kommt es kompletter und schick rüber, wenn das backend des CMS den Farben des Unternehmens angepasst ist. Aus welchem Grund auch immer man das Backend an die eigenen Bedürfnisse an passen will - es ist ein jedem Fall möglich und nun auch auf den einzelnen User konfigurierbar.
Seit der Version 2.5 von WordPress gibt es nun also die Funktion wp_admin_css_color, zu finden in der wp-includes/general-template.php. Mit dieser Funktion kann man vier (4) Parameter übergeben, wobei der letztere ein Array ist.
wp_admin_css_color($key, $name, $url, $colors = array())
Die Parameter sind in ihren Namen schon recht aussagefähig, trotzdem nun nochmal die Erläuterung.
Mit diesem Wissen kann man dann die Funktion bestücken und die Werte übergeben. Im folgenden ein Beispiel.
Dabei wird die ID praegnanz, der Name Praegnanz.de vergeben. Die Funktion __() sorgt dafür, dass der Name der Mehrsprachigkeit zugeordnet werden kann und gegebenenfalls übersetzt werden kann.
Im weiteren kommt die Adresse zum Stylesheet praegnanz.css, wobei ich den Pfad mittels einer Variable übergebe, die sich aus Optionen und Konstanten von WordPress ergibt.
Danach kommt ein Array mit vier Farbwerten, welches das Design darstellen soll und so leichter zuordnen lässt. Dabei kann man hier natürlich mehr als vier Werte übergeben und alle bekannten Syntax von CSS nutzen. Im Download-Beispiel habe ich dazu mehr hinterlegt.
$css_url = get_option( 'siteurl' ) . '/' . PLUGINDIR . '/' . plugin_basename( dirname(__FILE__) );
wp_admin_css_color (
'praegnanz', __('Praegnanz.de'), $css_url . '/praegnanz.css',
array (
'#000', // color 1
'#fff', // color 2
'#009900', // color 3
'#ccc' // color 4
)
);
Im folgendem soll in einem Beispiel die Funktionalität zum Nachahmen einladen. Das Plugin steht zum Download bereit und kann gern genutzt werden. Die Stylesheets sind nur rudimentär bestückt und es ist Vorsicht geboten, es könnte in den Augen schmerzen.
Das Plugin ist einfach und übersichtlich, sollte also keine großen Schwierigkeiten darstellen. Ich habe exemplarisch zwei Designs hinterlegt und verschieden Möglichkeiten integriert.
Die jeweiligen Stylesheets, die das eigentliche Design laden, sind im Plugin-Verzeichnis hinterlegt, wobei der Pfad in der Variable $css_url übergeben wird. Diese kann natürlich ebenso im Theme liegen und somit ist es recht einfach das Design des Backends an das Frontend anzulehnen.
Um die IDs und class zu bekommen, die WordPress nutzt, empfiehlt es sich die Erweiterungen Web Developer oder Firebug für Firefox einzusetzen.
Alternativ kann man natürlich das komplette Design umgestallten und als Vorlage die bestehenden beiden Design nutzen.
wp-admin/css/colors-classic.csswp-admin/css/colors-fresh.cssDas Classis-Farbschema lade ich im übrigen in den jeweiligen Stylesheets, da ich nur wenige Veränderungen vornehme.
@import url(../../../wp-admin/css/colors-classic.css);
Nun aber der Syntax des Plugins. Nach der Aktivierung des Plugin stehen die beiden neuen Farbschemen im User-Edit-Bereich zur Verfügung.

Mit aktivem Style „Praegnanz.de“ sieht es dann wie im obigen Screenshot aus.
<?php
/*
Plugin Name: Custom Admin Design
Plugin URI: http://bueltge.de/
Description: Test: Admin Design at WP 2.5
Author: Frank Bueltge
Version: 0.1
Author URI: http://bueltge.de/
*/
function fb_custom_admin_design() {
// url to stylesheet
$css_url = get_option( 'siteurl' ) . '/' . PLUGINDIR . '/' . plugin_basename( dirname(__FILE__) );
// Example Design for test
wp_admin_css_color (
'custom', __('Custom Test'), $css_url . '/custom_test.css',
array (
'#0d324f',
'#e5f3ff',
'#910005',
'#fff; border-color: #333; background: #fff url(' . $css_url . '/fb.jpg) 1px 1px no-repeat',
'#333'
)
);
// Example Design for Praegnanz.de
wp_admin_css_color (
'praegnanz', __('Praegnanz.de'), $css_url . '/praegnanz.css',
array (
'#000',
'#fff',
'#009900',
'#ccc'
)
);
}
// WP-Hook for activation the style in user-edit
add_action('admin_init', 'fb_custom_admin_design');
?>
Ähnlich kann das ganze aussehen, wenn man es in die functions.php des Themes hinterlegt und so ohne ein Plugin auskommt, welches in der Plugin-Liste auftaucht. Wie auch immer, dass überlasse ich euch und eurer Phantasie. Viel Spaß beim Rundumpaket, wenn es um das Designen von WordPress-Themes geht.
Somit steht ab WordPress Version 2.5 dem kundenorientiertem Design nichts mehr im Wege. Die Anpassung von Frontend, Backend und Login-Bereich sind möglich. Der Login-Bereich konnte auch schon in älteren Versionen angesprochen werden; allerdings hat sich in diesem Punkt einiges geändert. Daher werde ich eventuell in einem der nächsten Artikel darauf eingehen, so dass dann alle drei Themen kurz erläutert werden und das Designpaket rundum perfekt werden kann.
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Das erste Plugin mit dieser Funktion ist da und gibt dem Backend die gewohnte Farbgebung: JP Admin - Stylish Blue.
Das Zusammenstellen der Farben und den passenden Download kann mit dem AdminThemes erstellen. Sehr einfach in der Bedienung und viele Vorschläge stehen zum Download bereit. Eine Vorschau macht die Arbeit und Kreation zum Kinderspiel.
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18. März 2008 um 12:39
Hallo Frank,
wieder mal ein klasse Artikel in verständlicher sprache.
Ich werd noch ein wenig warten mit dem Spielen an WordPress 2.5... erst wenn die Version aus dem RC herrauss ist, werd ich micht damit genauer beschäftigen.
Die Sache mit der Backend Anpassung find ich klasse und werd dies auch sicherlich tun... ich denke aber eher über die functions.php als über ein Plugin...
18. März 2008 um 12:56
Danke.
So war es auch gedacht, das Spielen ist lediglich per Plugin einfacher, da man schnell deaktiviert hat.
18. März 2008 um 13:44
Ja stimmt wohl... mittels Plugin ist das spielen und experimentieren sicher einfacher und sicher auch sinnvoller als das direkt im Theme mit einzubinden...
Ich denke aber im laufenden Einsatz und vorallen bei Kunden Projekten ist es dann unter anderen vll. Sinnvoller die Funktion mit in den Theme einzubinden...
18. März 2008 um 14:01
Ja, definitiv. Die Funktion gehört dann in die functions.php, schon damit es beim Theme-Wechsel deaktiviert wird.
18. März 2008 um 15:10
21. März 2008 um 04:01
24. März 2008 um 13:00
Ich habe das Plugin mal installiert, aber scheinbar Funktioniert es nicht. Normalerweise müsste es wie in dem Screenshot unter "mein Profil" einstellbar sein?
24. März 2008 um 13:43
Ja, genau so funktioniert. Aktivieren und unter dem Profil wieder finden.
28. März 2008 um 07:05
30. März 2008 um 20:48
"Warum auch immer - es ist ein jedem Fall möglich."
für mich ergibt dieser Satz keinen Sinn...
dennoch, sehr guter Beitrag,Daumen hoch
31. März 2008 um 07:07
@Emil: habe es geändert, eventuell ist es nun verständlicher.
10. April 2008 um 22:38
Plugin eingebaut, aktiviert, geht. Sehr fein!
Dein Custom-Test-CSS etwas abgewandelt und ergänzt, und schon hatte ich ein Schema, das in etwa, ganz grob, meinem Blog-Theme entspricht.
Das wollte ich dann doch etwas perfekter machen und wirklich ein stimmiges Farbschema aufbauen. Dazu erschien es mir sinnvoll, das in deinem Custom-CSS eingebundene originale Classic-Schema zur Grundlage zu nehmen.
Dazu holt man sich ja gewöhnlich die verwendeten Farben per Pipette ins Grafikprogramm, extrahiert also Schritt für Schritt das Farbschema, um im nächsten Schritt mit Ton für Ton passenden und entsprechenden Farben das neue Schema aufzubauen.
Bei einem überlegt konzipierten Farbschema ist das gar kein Problem ...
Also nahm ich mir das Classic-Schema vor ... und habe bei knapp dreißig (30!) Farben und mehr als fünfzehn Grautönen aufgehört zu zählen und aufgegeben.
Erkenntnis? Das ganze originale WP-Classic-Farbschema ist ein schier undurchdringlicher und wirrer Wust an Farben, der nur auf völlig mangelhafte Farbabstimmung bei der Entwicklung schließen lässt. Unmöglich.
Das erinnert mich an das wild zusammen gehauene Original-Stylesheet des "Kubrick"-Themes.
Jetzt schaue ich mir mal das neue "Fresh"-Farbschema an ... bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt.
11. April 2008 um 07:45
@Boris: ja, leider hast du recht. Auch ist die Größe nicht gerade sehr gelungen, viel kByte für das Design.
12. April 2008 um 23:21
13. April 2008 um 18:50
13. April 2008 um 19:32
13. April 2008 um 20:37
15. April 2008 um 06:01
22. Mai 2008 um 12:14
13. Dezember 2008 um 14:27
Hi Frank, wird's demnächst auch eine Anpassung für WordPress 2.7 geben?
13. Dezember 2008 um 14:37
@Matthis: in wie fern; der Beitrag ist weiterhin gültig, wenn man ein eigenes Design bauen will? Alternativ kann mit dem Plugin Adminimize vin mir das Backend anpassen.
6. September 2010 um 23:29
hallo frank!
was ich möchte:
1. ein eigenes backend css > klappt ja mit der obigen anleitung
2. wird ein neuer user angelegt, wird automatisch das eigene css aktiviert (also default).
3. der user hat keine möglichkeit zwischen mehreren schemata wie oben zu wählen.
gibt es dazu eine möglichkeit, ein eigenes farbschemata als default über die functions.php-datei einzustellen?
liebe grüsse, moritz
8. September 2010 um 00:31
@mo.: ja, dazu muss die user-meta des neuen Users neu geschrieben werden, mache ich im Plugin Adminimize.
9. September 2010 um 16:13
OK. Danke. Alles klar, das Plugin wollte ich sowieso nutzen. Bin ja nicht der große Coder, vielleicht kriege ich das bei allem Ehrgeiz trotzdem hin. Ich schaue mir das mal an. Mittlerweile ist es ja wahnsinnig, wie man mit der functions.php-Datei über ein Theme das ganze WP CMS umdrehen kann.
Ich weiss nicht, ob Du das Hybrid Theme Framework kennst. Wenn nein, dann solltest Du dir das mal anschauen. Enorm was Justin Tadlock da gezaubert hat. Vor allem ist SEO da schon integriert und man brauch kein Extra-Plugin zu installieren.